Duell mit der Türkei

ÖFB-Team hat das Viertelfinale im Visier: Heute könnt ihr Geschichte schreiben!

Ein mögliches Schlüsselduell wie beim 6:1-Sieg in Wien – ÖFB-Abwehrchef Kevin Danso gegen Türkei-Angreifer Baris Yilmaz (l.).
© gepa

In der Hitze der Nacht muss das ÖFB-Team heute (21 Uhr) im Achtelfinale gegen die Türkei auch die Ruhe bewahren. Der historische erstmalige Einzug in ein EM-Viertelfinale liegt in Leipzig zum Greifen nahe.

Leipzig – Hoffentlich ist die Verbindung unter den österreichischen Teamspielern heute erneut wesentlich besser als das WLAN-Netz im Zug nach Leipzig. Denn auch heute bei der EM-Endrunde Klappe die vierte und nach den drei starken Vorrundenspielen als Gruppenerster gilt: „Wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen, dann können wir jeden Gegner schlagen.“

Von uns wird keiner glauben, dass das Testspiel, das wir (zu hoch) gewonnen haben, im Achtelfinale ein Vorteil für uns ist.
Ralf Rangnick, Teamchef

Insbesondere die Türkei, die man im März im Happel-Stadion mit 6:1 abserviert hat und die ja auf den gelbgesperrten Kapitän Hakan Calhanoglu verzichten muss. Auch die FIFA-Weltrangliste weist Österreich (Platz 25) gegen die Türkei (42.) in der Favoritenrolle aus.

Von der Welle der EURO-phorie, die gegenwärtig rund um die rot-weiß-rote Auswahl herrscht, dürfen sich seine Mannen laut ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick positiv mittragen lassen – im Wissen, dass die Hausaufgaben auch heute am Platz zu erledigen sind: „Von uns wird keiner glauben, dass das Testspiel, das wir (zu hoch) gewonnen haben, im Achtelfinale ein Vorteil für uns ist.“

Österreich – Türkei 21.00 Uhr

  • Stadion Leipzig, live TT.com-Ticker, Servus TV; SR Soares Dias (POR).
  • Österreich: Pentz (Bröndby IF/9 Länderspiele); Posch (Bologna/35/1 Tor), Danso (RC Lens/22/0), Lienhart (SC Freiburg/23/1), Mwene (FSV Mainz/14/0); Laimer (Bayern München/39/4), Seiwald (RB Leipzig/27/0); Schmid (Werder Bremen/14/1), Baumgartner (RB Leipzig/41/16), Sabitzer (Borussia Dortmund/81/18); Arnautovic (Inter Mailand/115/37)
  • Türkei: Günok (Besiktas/31); Müldür (Fenerbahce/26/2), Bardakci (Galatasaray/10/1), Demiral (Al-Ahli/47/2), Kadioglu (Fenerbahce/18/1); Ayhan (Galatasaray/61/5), Özcan (Borussia Dortmund/20/0); Kahveci (Fenerbahce/32/2), Güler (Real Madrid/10/2), 19 Yildiz (Juventus Turin/10/1); Yilmaz (Galatasaray/18/2)

Die tolle Bilanz – das ÖFB-Team hält bei 14 Siegen, drei Remis und zwei Niederlagen in den letzten 19 Länderspielen – kann man heute in Rangnicks 26. Match mit dem erstmaligen Viertelfinal-Einzug bei einer EM-Endrunde noch weiter veredeln. Dass man die türkischen Jungstars, allen voran den 19-jährigen Real-Legionär Arda Güler, an die kurze Leine legen muss, liegt auf der Hand. Genauso wichtig wird das Spiel mit den Emotionen. „Natürlich wissen wir, dass sie versuchen werden, Emotionen ins Spiel zu bringen. Wir brauchen auch heiße Herzen, aber in jeder Situation einen kühlen Kopf“, betont Rangnick. „Kontrolliert“, so Baumgartner, müssen die Emotionen sein: „Das kann uns nicht schaden.“

Spielphilosophie als Anker

Die klare Spielphilosophie „macht uns stark und ist ein Anker“, vertraut Baumgartner im ersten K.-o.-Spiel auf die Automatismen. „Das Turnier beginnt von Neuem und wir müssen in den Play-off-Modus schalten“, weiß Rangnick, dass es im Achtelfinale Siegen oder Fliegen heißt.

Österreichs Aufstellung scheint nach dem Fehlen von Gernot Trauner (verletzt) und Patrick Wimmer (gesperrt) auf der Hand zu liegen, wobei Rangnick auch in Sachen Startelf immer für eine Überraschung gut ist. Das Wichtigste bleibt, dass der 66-jährige Deutsche an alter Wirkungsstätte weiter dir richtigen Antworten findet. Damit die rot-weiß-rote Flagge 2024 erstmals in einem EM-Viertelfinale weht.

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