Laptop mit Fotos nicht abgeholt

„Racheporno“: Biden jun. verklagt Fox News wegen Nacktbildern in TV-Serie

Fox News erklärte am Montag, die Klage sei „rein politisch motiviert" und unbegründet. Hunter Biden habe sich erst in einem Brief Ende April 2024 über die Serie beschwert.
© APA/AFP/RYAN COLLERD

Hunter Biden ließ seinen eigenen Laptop mit Bildern„bei sexuellen Handlungen" im Computergeschäft zurück, der rechtsgerichtete Sender Fox News machte eine Miniserie daraus.

New York – US-Präsidentensohn Hunter Biden hat den rechtsgerichteten TV-Sender Fox News wegen der Veröffentlichung von Nacktbildern von ihm in einer Miniserie verklagt. Die Veröffentlichung der Aufnahmen komme einem „Racheporno" gleich, hieß es in der am Montag veröffentlichten Klageschrift.

Für die 2022 auf der Streamingplattform Fox Nation ausgestrahlte Serie wurden Fotos von Hunter Biden genutzt, die ihn nackt „und bei sexuellen Handlungen" zeigen, erklärten die Anwälte des 54-Jährigen. Fox habe die intimen Bilder veröffentlicht, um Biden „zu demütigen, zu belästigen, zu verärgern und zu beunruhigen und seinen Ruf zu schädigen".

Laptop mit Bildern nach Reparatur nicht abgeholt

Die Bilder stammen von einem Laptop, den Hunter Biden zur Reparatur in einem Computergeschäft abgegeben und dann nicht wieder abgeholt hatte. Die Daten kursieren seither und werden von Bidens Gegnern ausgeschlachtet.

Fox News erklärte am Montag, die Klage sei „rein politisch motiviert" und unbegründet. Biden habe sich erst in einem Brief Ende April 2024 über die Serie beschwert. Diese sei daraufhin „innerhalb weniger Tage" aus dem Streamingdienst entfernt worden.

Die sechs Episoden umfassende Serie „Der Prozess von Hunter Biden" handelt von einem fiktiven Korruptionsprozess gegen den Sohn des US-Präsidenten. Ex-Präsident Donald Trump und dessen Republikaner werfen Hunter Biden seit Jahren vor, die frühere Stellung seines Vaters Joe Biden als Vizepräsident (2009 bis 2017) für Geschäfte in der Ukraine und in China ausgenutzt zu haben. Die Anschuldigungen führten aber nicht zu einem Prozess. (dpa)

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