Nach wochenlanger Trockenheit

Endlich Regen in Griechenland erwartet: Warnung vor Waldbränden und Hochwasser

Die Feuerwehr und Helikopter beim Versuch, einen Waldbrand in Keratea letzte Woche unter Kontrolle zu bringen.
© IMAGO/Nikolas Georgiou

Nach einer wochenlangen, niederschlagslosen Zeit soll es morgen in vielen Teilen Griechenlands endlich regnen. In manchen Regionen wird mit starken Unwettern gerechnet, die zu Waldbränden und Überschwemmungen führen könnten.

Athen – Laut griechischem Wetterdienst ist dieser Juni der regenärmste seit 2006. Jetzt soll eine Schlechtwetterfront nach langer Trockenheit den ersehnten Niederschlag bringen. Spätestens am Donnerstag soll es in vielen Teilen des Landes regnen. Für manche Regionen werden starke Gewitter und sogar Hagel vorhergesagt. Schon am Freitag soll der Regen aber wieder vorbei sein. Für das Wochenende ist in ganz Griechenland Sonnenschein prognostiziert.

📽️ Video | Hunderte Feuerwehrleute kämpfen gegen die Waldbrände

Niederschlag sehnlichst erwartet

Der Regen ist dringend nötig, um nach der langer Trockenperiode Wasserreservoirs und Zisternen zu füllen und die ausgetrocknete Vegetation zu bewässern. Seit 2006 gab es im Juni in Athen im Schnitt immerhin 21 Millimeter Niederschlag. In den letzten fünf Wochen blieb die Erde dort trocken. Auch andere Regionen, wie etwa die Gegend rund um die Stadt Sparta auf der Halbinsel Peloponnes, gingen diesen Juni was Niederschläge betrifft leer aus. Dort gab es sonst laut griechischem Wetterdienst im Schnitt 35 Millimeter Regen.

Die Feuerwehr beim Löschen von Waldbränden südöstlich von Athen am 30. Juni 2024.
© IMAGO/Marios Lolos

Angst vor Waldbränden und Überschwemmungen

Bei aller Freude über den kommenden Regen, besteht aber auch Grund zur Sorge. Sollten sich Blitze bei wenig oder gar keinem Niederschlag über ausgetrockneten Gebieten entladen, könnte das weitere Waldbrände verursachen. Genau das ist am Dienstag im Zentrum der nordgriechischen Stadt Kozani passiert, wo ein solcher Blitz ein Feuer entfacht hat. In anderen Gegenden wiederum fürchtet man sich vor Überschwemmungen. Sollte es am Donnerstag sehr stark regnen, besteht die Möglichkeit, dass der ausgetrocknete Boden das Wasser nicht mehr aufnehmen kann. (APA, TT.com)

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