Bildungsminister im TT-Interview

Lehrermangel ist noch nicht vorbei: „Haben noch zwei, drei Jahre mit erhöhtem Bedarf“

Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) würde sein Amt gerne auch in einer künftigen Regierung behalten. In den Nationalrat zieht es ihn nicht.
© APA/Manhart

Bildungsminister Martin Polaschek zieht eine zufriedene Bilanz seiner knapp drei Jahre in der Bundesregierung. Es sei viel gelungen, sagt er. In der Regierung würde er gerne bleiben und sich dort dem Ausbau der Ganztagsschule widmen. Ins Parlament zieht es ihn nicht.

Das Schuljahr geht zu Ende. Für Sie steht auch eine knapp dreijährige Zeit als Bildungsminister vor dem Abschluss. Welche Note würden Sie sich selber geben?

Martin Polaschek: Es gibt den alten Rechtsgrundsatz, dass man sich nicht selber benotet. Man kann aber auf Dinge hinweisen, die gelungen sind. Und es ist uns viel gelungen. Wir haben die Schulen aus der Pandemie geführt. Wir haben begonnen, alle Jugendlichen ab der fünften Schulstufe mit digitalen Endgeräten auszustatten. Wir haben ein Fach „digitale Grundbildung“ eingeführt. Wir haben mit Ethik in der Oberstufe ein eigenes alternatives Fach zum Religionsunterricht eingeführt. Wir haben die Lehrpläne grundlegend überarbeitet. Und ab dem nächsten Schuljahr wird die vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) für Schüler der AHS freiwillig sein.

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