Brite mit Trainingsbestzeit

Versöhnung zwischen Verstappen und Norris: „Lando ist ein Klasse-Typ“

Diese Kollision in Spielberg ist für Verstappen und Norris inzwischen wieder vergessen.
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WM-Verfolger Lando Norris hat nach dem Zoff von Spielberg mit Weltmeister Max Verstappen zum Auftakt seines Heim-Grand-Prix die schnellste Runde gedreht.

Silverstone – WM-Verfolger Lando Norris hat nach der folgenschweren Kollision von Spielberg mit Formel-1-Weltmeister Max Verstappen zum Auftakt seines Heim-Grand-Prix die schnellste Runde gedreht. Der 24-jährige Brite beendete die einstündige Einheit am Freitag auf dem Kurs in Silverstone auf dem ersten Platz. Norris war knapp schneller als der Kanadier Lance Stroll im Aston Martin, Dritter wurde Norris-Teamkollege Oscar Piastri im zweiten McLaren vor Verstappen.

"Wir sind generell gut dabei, der Longrun war sehr stark. Da haben wir uns etwas mehr von Mercedes absetzen können", sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko im ORF zufrieden. Piastri hatte das Training zuvor wegen eines Hydraulik-Problems vorzeitig beenden müssen. Verstappen war im ersten Freien Training zum Großen Preis von Großbritannien mit der harten und damit langsamsten Reifenmischung unterwegs. Der dreimalige Weltmeister aus den Niederlanden fuhr in seinem Red Bull 0,309 Sekunden langsamer als Norris, mit dem er zuletzt im Rennen in der Steiermark noch aneinandergeraten war.

Ein paar Tage nach dem folgenreichen Crash von Spielberg versöhnten sich die beiden guten Freunde aber wieder. "Das Einzige, was nach diesem Wochenende zählte, war meine Freundschaft mit Lando", sagte Verstappen im Fahrerlager. Norris hatte das Rennen am Sonntag nach einer leichten Berührung mit dem Triple-Champion vorzeitig beenden müssen. Verstappen wurde von der Rennleitung mit einer Zeitstrafe belegt, rettete sich aber noch als Fünfter ins Ziel und baute den Vorsprung im WM-Ranking auf 81 Punkte aus. Norris hatte danach unter anderem eine Entschuldigung gefordert, in Silverstone ruderte er aber zurück.

"Lando ist ein Klasse-Typ", betonte Verstappen. Er kämpfe um seinen zweiten Grand-Prix-Sieg, er selbst um seinen 62., meinte der Niederländer: "Da ist es klar, dass die Emotionen unterschiedlich sind." Deswegen habe er die Gemüter auch erst einmal abkühlen lassen. Zuvor hatte Norris gesagt, dass sie sich sowohl am Montag als auch am Mittwoch schon unterhalten hätten. Details nannte er nicht. Es gehe nun weiter nach dem Motto "business as usual", ergänzte Norris. Zur Kritik an seiner Fahrweise nach dem Vorfall beim Großen Preis von Österreich äußerte sich Verstappen auch. "Darauf gebe ich einen Scheiß. Ich gehe nach Hause und lebe mein Leben", sagte er. (APA/dpa)

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