Zwischenfall während EM-Spiel

Bengalisches Feuer bei Public Viewing in Landeck führte zu Festnahmen zweier Fußballfans

Nachdem ein Unbekannter beim Public Viewing am Samstag in Landeck ein bengalisches Feuer entzündete, wollten zwei Männer ihn vor der Polizei schützen. Das endete für die beiden mit Festnahmen und Anzeigen.

Landeck – Es war ein spannendes EM-Spiel von England gegen die Schweiz am Samstag. Zahlreiche Fußballfans fieberten beim Public Viewing am Landecker Stadtplatz mit. Nach der Verlängerung gegen 20.30 Uhr – es fand gerade das Elfmeterschießen statt – kam es jedoch zu einem Zwischenfall mit der Polizei.

Ein bisher unbekannter Besucher zündete ein bengalisches Feuer – bei öffentlichen Veranstaltungen wie dieser verboten. „Als die Polizisten die Identität des Mannes feststellen wollten, stellte sich ein 22-jähriger Österreicher abwehrend dazwischen und attackierte die Polizisten“, teilt die Landespolizeidirektion am Montag mit. Damit wollte er den unbekannten Pyrotechniker offensichtlich schützen.

Männer widersetzten sich der Polizei

Als die Polizei den 22-Jährigen festnehmen wollte, versuchte dieser zuerst zu flüchten. Schließlich konnte er doch festgenommen werden. Währenddessen hätten laut Polizei zahlreiche BesucherInnen die Polizisten umkreist, beschimpft und bedrängt. Ein 39-jähriger Österreicher soll dabei so aggressiv gewesen sein, dass er ebenfalls festgenommen werden musste.

„Auch er versuchte dies mit Gewalt zu verhindern, was ihm jedoch nicht gelang“, teilt die Polizei mit. Beide wurden vorläufig in die Landecker Polizeiinspektion gebracht, später aber wieder freigelassen. Bei dem Vorfall wurden weder die Tatverdächtigen noch die Polizisten verletzt.

Die zwei Männer werden bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt. Es bestehe der Verdacht des versuchten Widerstandes gegen die Staatsgewalt. Der 22-Jährige und der 39-Jährige könnten aber noch mit weiteren rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen. So werte die Polizei noch mehrere Handyvideos aus und rechne entsprechend mit weiteren Anzeigen bei den Behörden. (TT.com)

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