„Gefährliche Wetterlage“

Schwüle Hitze gipfelt in Unwettern: Gewitterwarnung „Orange“ für Tirol ausgegeben

Heftige Gewitter werden in den kommenden Tagen erwartet.
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Zwischen hochsommerlichem Badewetter und Unwettergefahr geht es diese Woche jeden Tag hin und her. Auch am Wochenende ist alles dabei. Für Mittwochnachmittag wurde in Tirol eine Gewitterwarnung der Stufe „Orange“ ausgegeben.

Innsbruck – Zwischen Hochsommer und heftigen Gewittern pendelt in den kommenden Tagen das Wetter in Tirol hin und her. Erst klettern die Temperaturen mit Sonnenschein bis knapp über die 30-Grad-Marke, dann drohen Unwetter: „Eine gefährliche Wetterlage“, fasst Werner Troger von den Meteo Experts zusammen. Für Mittwochnachmittag wurde von der Geosphere Austria eine Gewitterwarnung der Stufe „Orange“ ausgegeben – die zweithöchste Stufe auf der Skala.

„Typische Zutaten“ für heftige Gewitter

Bereits im Vorfeld bezeichnete Troger die Wetteraussichten für den Mittwoch als labil: „Eine Atlantikfront nähert sich von Westen her und überquert bzw. streift uns.“ Der Tag beginnt schwül-warm, das Thermometer zeigt bis zu 30 Grad. Nach ein paar Stunden Sonne setzen sich allerdings verbreitet Gewitter durch, die teils heftig ausfallen können. Auch Unwetter könnten drohen. Mit der schwülen Hitze, die sich in Gewittern entlädt, seien die „typischen Zutaten“ dafür gegeben, meint der Experte.

„Laut aktueller Prognosen ist insbesondere im Grenzbereich zu Bayern sowie in den Bezirken Kufstein und Kitzbühel mit Unwettern mit Starkregen, Hagelschlag und Sturmböen zu rechnen“, berichtet das Land Tirol am Mittwoch. „Auch in den übrigen Regionen Nordtirols und in der Osttiroler Tauernregion sind einzelne starke Gewitterereignisse möglich.“ Dort gelte Warnstufe „Gelb“.

„Mögliche Gefahren bei Gewitter sind herabfallende Äste bzw. umstürzende Bäume. Im Straßenverkehr besteht zudem erhöhte Unfallgefahr – etwa durch starke Seitenwinde oder Aquaplaning und schlechte Sicht. Beobachten Sie daher die lokalen Wetterentwicklungen genau und reagieren Sie entsprechend“, warnt Elmar Rizzoli, Leiter des Tiroler Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement. Durch die Gewitter könne es zu lokalen Stromausfällen, Straßensperren oder auch Verspätungen und Ausfällen im Öffentlichen Verkehr kommen.

Abkühlung am Samstag

Instabil geht der Juli also zunächst weiter – und gibt damit dem Siebenschläfer Recht. „So wie das Wetter Ende Juni, Anfang Juli ist, so bleibt es für die nächsten sieben Wochen“, erklärt Troger die „gute Bauernregel“ zum Siebenschläfertag am 27. Juni. Heuer dürfte das „auch schöne Phasen, aber nichts Längerfristiges“ bedeuten.

Mit dem Donnerstag steht dann ein stabilerer Tag auf dem Programm. Bei einem Mix aus Sonne und Wolken gehen sich bis zu 29 Grad aus. Schauer und Gewitter sind zwar nicht ausgeschlossen, aber deutlich seltener als am Vortag.

Am Freitag dagegen „brodelt“ es wieder, so Trogers Prognose. Erneut ist es zunächst schwül und sonnig mit Temperaturen knapp unter der 30-Grad-Marke, bevor teils heftige Gewitter niedergehen.

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Mit einer deutlichen Abkühlung und sehr wechselhaft startet Tirol ins Wochenende. Am Samstag gehen die Temperaturen nicht mehr über 23 Grad in Nordtirol und 26 Grad in Osttirol hinaus. Dazu gibt es kaum Sonne, viele Wolken und den einen oder anderen (gewittrigen) Schauer.

„Wieder aufwärts“ zeigt der Wettertrend am Sonntag, meint der Meteorologe. Die Sonne kehrt zumindest zeitweise zurück und lässt die Temperaturen um einige Grad steigen. (TT.com/klh)

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