Besonders in Tirol

Hitzetage sorgen für deutlich mehr Verkehrsunfälle mit Personenschaden

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Plus 15 Prozent gegenüber Tagen mit Temperaturen unter 30 Grad. Besonders auffällig sind die Werte in Tirol, mit plus 33 Prozent.

Wien – An Hitzetagen ist das Risiko eines Verkehrsunfalles mit Personenschaden deutlich höher als an Tagen mit Temperaturen unter 30 Grad. Das ergab eine am Mittwoch publizierte Untersuchung der Statistik Austria, welche die Unfallstatistiken des Vorjahres mit Daten der Geosphere Austria abgeglichen hat. Demnach haben sich an Tagen mit mehr als 30 Grad Celsius um durchschnittlich 15 Prozent mehr Verkehrsunfälle mit Personenschaden ereignet als an Tagen mit Werten unter 30 Grad.

Mit 139 im Straßenverkehr Getöteten im Zeitraum Juni bis August gab es laut Statistik Austria 2023 die zweithöchste Zahl an Verkehrstoten seit dem Sommer 2016, wobei besonders die Monate Juni und August 2023 mit je 47 tödlich Verunglückten auffielen. "Auch im Jahr 2023 waren die Sommermonate im Straßenverkehr besonders gefährlich. Vor allem an Hitzetagen war die Zahl der Straßenverkehrsunfälle deutlich erhöht", sagte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Zwischen Juni und August 2023 ereigneten sich in Österreich 12.097 Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Das sind im Durchschnitt 131 Unfälle pro Tag. Es gab aber deutliche Unterschiede zwischen Hitzetagen und Nicht-Hitzetagen. So ereigneten sich an einem Tag mit einer Temperatur von 30 Grad Celsius oder darüber im Durchschnitt 145 Unfälle, an einem weniger heißen Tag 125.

Besonders auffällige Werte in Tirol

Das zog sich quer durch alle neun Bundesländern: Die meisten Hitzetage wurden in Wien (2023: 37 Hitzetage) und Innsbruck (35) gemessen, die wenigsten in Bregenz und Graz mit je 20. Besonders auffällig waren dabei die Werte von Tirol, wo sich an Nicht-Hitzetagen im Durchschnitt 15 Unfälle pro Tag ereigneten, an Hitzetagen hingegen 20 (plus 33 Prozent). Im Burgenland wurde bei der deutlich geringeren Absolutzahl von im Schnitt vier Unfällen an Hitzetagen mit einem Plus von 35 Prozent der größte prozentuelle Unterschied registriert.

Wie bereits in den Vorjahren war auch 2023 der Juni der Monat mit den meisten Verkehrsunfällen mit Personenschaden. Jeder achte Unfall ereignete sich 2023 im Juni und damit mehr als zweieinhalb Mal so viele wie im Februar, dem Monat mit den wenigsten Unglücken.

Einen wesentlichen Einfluss auf die Unfallzahlen hatten im Sommer 2023 - so wie in den Vorjahren - die Unfälle mit einspurigen Krafträdern, also Motorrädern und Mopeds. So waren in den Sommermonaten 40 Prozent aller tödlich verunglückten Personen mit Motorrädern oder Mopeds unterwegs (55). Im Vergleich dazu kamen in den verbliebenen Monaten (Jänner bis Mai bzw. September bis Dezember) 14 Prozent aller getöteten Unfallopfer mit einspurigen Krafträdern ums Leben. (TT.com, APA)

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