Park zu spät geschlossen

Baby bei heftigem Gewitter von herabfallendem Ast getötet

Das Unglück ereignete sich in einem Park in Belgien, in dem Windböen von mehr als 100 km/h gemessen wurden.

Brüssel - Bei einem heftigen Gewitter in Belgien ist ein zwei Monate alter Säugling von einem herabfallenden Ast erschlagen worden. Das Baby sei von seiner Mutter im Kinderwagen ausgefahren worden, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Uccle in der Haupstadtregion Brüssel, Boris Dilliès, am Mittwoch. Zu dem tragischen Todesfall sei es bereits am Montagnachmittag gegen 16.00 Uhr im Park Wolvendael gekommen - eine Stunde, bevor dieser wegen Unwetterwarnungen geschlossen werden sollte.

Am Montag hatte ein heftiges Unwetter mit starkem Regen und Windböen von teils mehr als 100 Stundenkilometern das Zentrum Belgiens durchquert. Die Hauptstadt traf das Unwetter ab 16.00 Uhr.

Der belgische Wetterdienst hatte eine Gewitterwarnung ausgegeben - die aber für den Zeitrahmen von 17.00 bis 20.00 Uhr galt. Die Parks in der Region Brüssel verboten den Eintritt in Absprache der Bürgermeister und Behörden ab 17.00 Uhr.

In den Wetterwarnungen habe es geheißen, dass vor 17.00 Uhr nichts passieren werde, sagte Dilliès weiter. "Man kann sich vorstellen, dass die Tragödie nicht passiert wäre, wenn der Park eine Stunde früher geschlossen worden wäre." (APA)

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