Sozialer Zusammenhalt

Initiative „Mehr Grips“ empfiehlt neun Monate verpflichtenden Sozialdienst für alle

Für junge Frauen und junge Männer soll ein verpflichtender Sozialdienst eingeführt werden.
© fsj.at

Experten präsentieren Vorschläge für den sozialen Zusammenhalt in Österreich. Neben Verbesserungen in der Kinderbetreuung fordern sie einen Sozialdienst für alle bis zum 25. Lebensjahr.

Wien – Mit Vorschlägen zur sozialen Stabilität hat die Experten-Initiative „Mehr Grips“ am Mittwoch ihr bereits viertes Papier mit Inputs für die Politik vorgestellt. Unter den Forderungen befindet sich auch jene nach einem neunmonatigen verpflichtenden Sozialdienst für alle Staatsbürgerinnen und -bürger sowie Personen mit Aufenthaltstitel bis 25 Jahre. Dieser soll auch anstelle des Grundwehrdiensts absolviert werden können.

Die Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, in vier Themenfeldern, „die für die Zukunft Österreichs von großer Bedeutung sind“, Vorschläge zu erarbeiten. Zu den weiteren Forderungen der Initiative gehört unter anderem jene nach einem zweiten verpflichtenden Kindergartenjahr. Zudem müsse es einen Rechtsanspruch ab dem ersten Lebensjahr auf Kinderbetreuung geben. Im Bereich der Pflege verlangt die Initiative einen Fünf-Jahres-Plan für eine deutlich Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Auch die bereits gestartete Ausbildungsinitiative gehöre fortgesetzt. Außerdem gehöre ein Regelstudium für Lehrende in der Pflege eingeführt.

Zur Armutsbekämpfung sehen die Experten die Etablierung einer „tauglichen Grundsicherung“ als geeignetes Mittel. Diese müsse aber eine Untergrenze und nicht eine Obergrenze darstellen. (APA)

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