In Innsbrucker Klinik geflogen

69-jähriger Bergsteiger bei Tour zur Lienzer Hütte 20 Meter abgestürzt

Mit dem Hubschrauber wurde der verletzte Bergsteiger in die Klinik nach Innsbruck gebracht.
© Liebl Daniel

Ein deutscher Alpinist ist am Donnerstag bei einer hochalpinen Tour in der Schobergruppe in Kärnten abgestürzt und schwer verletzt worden. Seine Frau konnte die Rettungskräfte alarmieren.

Großkirchheim – Ein deutsches Ehepaar – nach eigenen Angaben mit jahrzehntelanger Alpinerfahrung und gut ausgerüstet – war am Mittwoch zu einer mehrtägigen Wanderung von Putschall in der Gemeinde Großkirchheim über das Gradental bis zur Adolf Noßberger Hütte (2488 Meter Seehöhe) aufgebrochen, wo sie in der Nacht auf Donnerstag unterkamen. Am Donnerstag gegen 8.15 Uhr brachen sie Richtung Lienzer Hütte (1977 Meter Seehöhe) in Osttirol auf. Gegen 13.20 Uhr hielt sich der 69-jährige Mann mit einer Hand an einer Seilsicherung fest. Aus bisher unbekannter Ursache kippte er auf die Seite, überschlug sich und stürzte knapp 20 Meter ab. Dabei schlug er auf eine Felsplatte auf und rutschte in eine Randspalte eines Schneefeldes.

Kein Handyempfang: Frau wollte Hilfe auf Hütte holen

Seine 62-jährige Ehefrau stieg zu ihm ab und versuchte ihn aus der Spalte zu ziehen. Als ihr das nicht gelang und sie auch keinen Handyempfang hatte, um einen Notruf abzusetzen, ging sie zur Adolf Noßberg Hütte zu gehen und Hilfe zu holen. Am Weg konnte sie schlussendlich einen Notruf ab- und so die Rettungskette in Gang setzen. Der Mann wurde von der Crew des Rettungshubschraubers C7 aus einer Randspalte eines Schneefeldes geborgen und nach Innsbruck in die Klinik geflogen. Seine Frau wurde unverletzt von der Bergrettung nach Heiligenblut gebracht. (APA)