Sehbehinderter Mann von U-Bahn in Wien erfasst und getötet
Wien - In der U2-Station Schottenring in Wien ist am Mittwochnachmittag ein sehbehinderter Mann auf das U-Bahn-Gleis gestürzt. Die einfahrende U-Bahn konnte trotz Notbremsung nicht mehr rechtzeitig anhalten. Laut Wiener Linien konnten die Rettungskräfte nur mehr der Tod des Mannes feststellen.
Der Mann wollte demnach um 15.25 Uhr die U-Bahn in Richtung Schottentor nehmen. Auf dem Weg zum Bahnsteig orientierte er sich entlang der Wand. "Aus noch nicht geklärten Gründen stürzte der Mann trotz der Verwendung eines Blindenstocks am Ende des Bahnsteigs in den Gleisbereich", hieß es seitens der Wiener Linien. Dort wurde er von der U-Bahn erfasst. Der Fahrer des Zuges stand am Abend unter Schock und wurde von einem internen Kriseninterventionsteam betreut.
Für die Dauer des Rettungseinsatzes wurde ein Gleiswechselbetrieb zwischen den Stationen Schottenring und Taborstraße eingerichtet. Die U2-Station Schottenring wurde nicht eingehalten.
Die Wiener Linien betonten, dass alle U-Bahn-Stationen der Wiener Linien mit einem taktilen Orientierungssystem ausgestattet sind, das mit Blindenstock zu ertasten ist. Zudem appellierten die Wiener Linien dringend: "Wenn Fahrgäste beobachten, dass jemand auf die Gleise stürzt, bitte sofort den Zugnotstopp am Bahnsteig ziehen. Diese schnelle Reaktion kann Leben retten". (APA)