Dank irrtümlicher Überweisung flog Schwindel auf: Tirolerin verlor über 100.000 an Online-Betrüger
Zwischen Februar und Juli überwies eine Österreicherin aus dem Bezirk Kitzbühel über 100.000 Euro an einen Love-Scam Betrüger. Durch eine versehentliche, falsche Überweisung flog die Betrugsmasche schlussendlich auf.
Kitzbühel – Einen schwerer Fall von Internetbetrug im Bezirk Kitzbühel meldete die Polizei am Freitagnachmittag. So wurde im Februar dieses Jahres eine Österreicherin über eine Dating-Plattform im Internet auf das Profil eines Mannes aufmerksam.
Daraus entwickelte sich in weiterer Folge ein regelmäßiger Austausch zwischen der Frau und dem Mann. Vom Zeitpunkt des Kennenlernens bis zum 17. Juli verleitete der unbekannte Mann die Österreicherin unter Vortäuschung einer Liebesbeziehung und durch – laut Polizei – „geschickte, manipulative Gesprächsführung“, zu mehreren Überweisungen.
So verhalten Sie sich bei einem Love-Scam richtig
- Schützen Sie im Netz Ihre eigene Identität. Sämtliche von Ihnen bekannt gegebene persönliche Daten, erleichtern dem Täter sein Vorhaben.
- Vermeiden Sie es unbedingt, persönliche Fotos oder Videoaufnahmen mit dem Täter auszutauschen. Dies erleichtert dem Täter die spätere Umsetzung der Tat, indem er Sie möglicherweise mit der Veröffentlichung derartiger Bilder unter Druck setzt.
- Einem ersten persönlichen Treffen sollten immer Telefonate vorausgehen.
- Erste Treffen sollten immer an öffentlichen und/oder gut besuchten Orten stattfinden.
- Scheuen Sie sich nicht eine Anzeige zu erstatten; alle wissen: „Liebe macht blind“. Das ist auch der Grund, warum Täter die Gefühlswelt des späteren Opfers ausnutzen umso an deren Geld zu gelangen.
Da die Verdächtigen schlussendlich eine Überweisungsbestätigung irrtümlich an eine falsche Empfängerin übermittelten, welche im Jahr 2023 ebenfalls Opfer dieses Lovescam-Betruges wurde (die TT berichtete), flog der Betrug auf und die Österreicherin erstattete Anzeige bei der Polizei, nachdem das ehemalige Opfer die Österreicherin von dem Schwindel in Kenntnis gesetzt hatte.
Durch die Tat entstand der Frau laut den Beamten ein Schaden im niederen sechsstelligen Eurobetrag. (TT.com)
Schwerer Onlinebetrug
In Liebesfalle getappt: Tirolerin überwies mehr als 100.000 Euro an Betrüger

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