Vor Begräbnis von Radprofi Drege: „Der Schmerz sitzt immer noch tief“
Thomas Pupp, Veranstalter der Tour of Austria, reiste am Montag nach Norwegen. In Stranda wird der bei der Glockner-Abfahrt verunglückte Radprofi André Drege zu Grabe getragen.
Noch erreichte Thomas Pupp, Organisator der „Tour of Austria“, kein offizieller Bericht zum tödlichen Unfall André Dreges. Der Norweger war am 6. Juli im Rahmen der Traditions-Radrundfahrt bekanntlich auf der Abfahrt vom Glockner mit hoher Geschwindigkeit zu Sturz gekommen, Experten gehen von einem technischen Gebrechen (Reifenschaden?) aus. Das Rennen wurde anderntags mit einer Gedenketappe beendet, Pupp hatte sich vor der Abfahrt in Kufstein mit einer bewegenden Rede an die Rad-Familie gewandt.
Am Montag reiste Pupp schließlich zum Begräbnis nach Norwegen, wo er die Mitglieder des trauernden Teams Coop-Repsol und die norwegische Radsport-Präsidentin trifft. Bei der Ankunft in Oslo gestand der Götzner: „Der Schmerz sitzt immer noch tief. Man blendet das Risiko immer wieder aus. Aber man weiß, dass so etwas immer passieren kann.“ Was sich die Eltern des verstorbenen Radprofis von ihm wünschten, hat der 62-Jährige mit im Gepäck: „Sie wollten den Unterschriften-Bogen von St. Johann/Alpendorf, auf dem ihr Sohn letztmals unterschrieben hat.“
Die Betroffenheit sei immer noch riesengroß, gesteht Pupp. Doch ungeachtet des Schicksalsschlags müsse man die nächste Auflage der Österreich-Rundfahrt 2025 planen: „So tragisch es ist - es geht weiter.“
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