Nein zu harten Worten
Gegen Hetze und K.-o.-Rhetorik: Autorin Ingrid Brodnig im Interview
Die Autorin Ingrid Brodnig ist Expertin für die gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung.
© Gianmaria Gava
Die Journalistin Ingrid Brodnig schreibt in ihrem neuen Buch gegen sprachliche Verrohung an. Ein Gespräch über starke Gefühle, Hass im Netz und persönliche Tricks gegen die Social-Media-Sucht.
Wann haben Sie das letzte Mal bemerkt, dass in einer Debatte auf gezielte Eskalation gesetzt wurde?
Ingrid Brodnig: Eigentlich jeden Tag: Nehmen Sie das schreckliche Attentat auf Donald Trump. Prompt werden aus unterschiedlichen Richtungen Falschmeldungen über den Täter verbreitet. Da geht es nicht darum, was wirklich passiert ist, sondern wen man als Feindbild sieht. Selbst im deutschsprachigen Raum wird dann heftig diskutiert.
Wo erleben Sie eine Verrohung der Kommunikation in der österreichischen Politik?
Kommentare