Schwaz spielt für Pechvogel Cihak, Reichenau gastiert beim Westliga-Meister
Harald Cihak zog sich eine schwere Verletzung zu und fehlt dem Fußball-Westligisten Schwaz nicht nur im ÖFB-Cup-Heimspiel gegen Bregenz. Die Reichenau hat weniger Personalsorgen und ist im Gastspiel bei Austria Salzburg trotzdem nicht Favorit.
Schwaz - Es passierte am Dienstag bei der Generalprobe gegen Silz/Mötz (5:1-Sieg) und sah zunächst gar nicht unbedingt nach einer groben Verletzung aus. Aber mit der Diagnose für Harald Cihak fuhr den Kickern des SC Schwaz der Schock in die Glieder: Kreuzbandriss. Der nach einer Knieverletzung gerade erst wieder ins Training zurückgekehrte Führungsspieler verpasst die gesamte erste Saisonhälfte und natürlich auch das ÖFB-Cup-Heimspiel am Samstag (18 Uhr) gegen den Zweitligisten Schwarz-Weiß Bregenz.
„Das tut extrem weh“, weiß der Schwazer Neo-Trainer Elvir Karahasanovic, der gegen die Vorarlberger auch auf die verletzten Florian Tipotsch und Sandro Neurauter sowie Langzeit-Ausfall Tobias Vogler verzichten muss. „Wir haben neben den Verletzten auch Urlauber. Trotzdem werden wir alles daran setzen, uns gut zu verkaufen“, verspricht Karahasanovic, der in der Coachingzone von Co-Trainer Farid Lener unterstützt wird und nach einem Video-Studium verriet: „Gegen einen Zweitligisten muss alles zusammenpassen. Bregenz ist eine sehr kompakte Mannschaft, aber ich habe schon ein bis zwei Dinge gesehen, wo sie schwächeln. Und im Cup herrschten ja eigene Gesetze.“
Wie man Bregenz schlägt, bewies vor einem Jahr der Westliga-Rivale aus Imst beim 2:0-Heimsieg. Und Schwaz hatte in der Saison 2021/22 dem damaligen Zweitligisten Horn ein Bein stellen können. Anschließend brachten die Silberstädter mit St. Pölten einen weiteren Zweitligisten an den Rande einer Niederlage.
Auch für Reichenau hängen Trauben hoch
Die Reichenau kann am Samstag (17 Uhr) im Gastspiel bei Regionalliga-West-Meister Austria Salzburg derweil aus dem Vollen schöpfen und fährt als Außenseiter zum Liga-Rivalen. Aber keineswegs hoffnungslos, wie Trainer Gernot Glänzer mit breiter Brust betonte: „Wir haben sie in der abgelaufenen Saison zuhause geschlagen, es ist durchaus etwas möglich.“ Auswärts hängen die Trauben aber hoch, wie in der vergangenen Spielzeit auch eine 2:6-Niederlage (Glänzer: „Bis zur Hälfte waren wir super im Spiel“) dokumentierte.
Ein gutes Omen: Die Reichenau ist starke Gegner gewohnt. In der Vorbereitung gaben die Rot-Schwarzen gegen die Profi-Teams Antwerpen (Belgien/0:2), Botosani (Rumänien/1:3) und Al-Fayha (Saudi-Arabien/0:4) vor allem defensiv – mit den Neuen Sefik Abali (Silz/Mötz) und Lukas Hupfauf (FSV Frankfurt) – eine gute Figur ab. Die Chancen stehen ohnehin prächtig, dass die Verluste von Abwehrchef Hannes Wibmer (Osttirol) und Ulas Belek (IAC) gut aufgefangen werden konnten.
Die zweite ÖFB-Cup-Runde erreichte die Reichenau in der Saison 2020/21, als man sich auswärts gegen Kitzbühels ÖFB-Cup-Gegner Wallern (Oberösterreich) durchsetzte und anschließend gegen BW Linz den Kürzeren zog. Mit einer Überraschung in Salzburg möchte sich die Reichenau ein Traumlos verdienen. Die Chance auf Heimspiele gegen einen Bundesligisten verleiht dem ÖFB-Cup seit jeher einen besonderen Charme.
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