Französischer Jubeltag

Tiroler Mountainbikerin Stigger schrieb mit ihrem sechsten Platz Olympiageschichte

Ausgepumpt, aber zufrieden im Ziel: Laura Stigger.
© Florian Madl

Platz sechs im Cross-Country-Bewerb durch Laura Stigger bedeutete das beste rot-weiß-rote Damen-Ergebnis der ÖOC-Geschichte bei Olympia. Der Sieg ging mit riesigem Vorsprung an die Französin Pauline Ferrand-Prevot.

Paris – Die leisen Medaillenhoffnungen von Laura Stigger beim Cross-Country-Bewerb haben sich am Sonntag nicht erfüllt. Die Tirolerin befand sich lange im Rennen um Edelmetall, musste am Ende aber die Konkurrentinnen ziehen lassen und belegte Rang sechs. Ihre Landsfrau Mona Mitterwallner landete auf Platz 18.

Cross Country Frauen

  • 🥇 GOLD: Pauline Ferrand-Prevot (FRA) 1:26:02 Stunden
  • 🥈 SILBER: Haley Batten (USA) +2:57 Minuten
  • 🥉 BRONZE: Jenny Rissveds (SWE) +3:02
  • Weiter: 6. Laura Stigger (AUT) +4:13 - 18. Mona Mitterwallner (AUT) +8:42

„In den ersten Runden habe ich mich sehr gut gefühlt, die Stimmung hat mir richtig viel Kraft gegeben. Ich habe alles aus mir herausgeholt, am Ende ist mir die Kraft ausgegangen“, sagte die 23-Jährige. Beim Interview verdrückte sie auch die eine oder andere Träne, als sie Oma und Opa zuhause grüßte und sich bei ihren Unterstützern bedankte. „Ich habe von einer Medaille geträumt, man muss aber auch mit einem sechsten Platz zufrieden sein.“

Mitterwallner haderte nach einer schwierigen Saison mit Salmonellen und Viruserkrankung, gab sich aber auch gleich wieder kämpferisch: „Die nächsten Olympischen Spiele warten schon 2028.“

Gold holte in überragender Manier die Französin Pauline Ferrand-Prevot. Auf den weiteren Medaillenrängen nahmen die US-Amerikanerin Hayley Batten (trotz Defekts) und die Schwedin Jenny Rissveds Aufstellung. Stigger fehlte nach sieben Runden mit insgesamt 27 km und 830 Höhenmetern etwas mehr als eine Minute auf Bronze.

Überschattet wurde das Rennen vom schweren Sturz der Französin Loana Lecomte, die mit dem Kopf hart aufschlug und augenscheinlich bewusstlos liegen blieb. Die 24-Jährige wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Dort wurde eine leichte Gehirnerschütterung diagnostiziert. (floh, pim)