Alles Zucchini in Tirol: leichtes Gemüse für die schnelle Sommerküche
Das warme und feuchte Wetter des heurigen Tiroler Sommers behagt den Zucchini. Das vielfältig verwendbare Gemüse ist bei Hobbygärtnern und Hobbyköchinnen gleichermaßen beliebt.
Heuer ist ein Zucchinijahr. „Wir haben bislang einen optimalen Wechsel von warmer und feuchter Witterung“, freut sich Bio-Gemüsebäuerin Brigitte Berger aus Mieming, die neben 70 anderen Gemüsesorten auch vier verschiedene Zucchinisorten anbaut. Von dunkelgrün, gestreift bis hellgrün und gelb. Das aus der Familie der Kürbisgewächse stammende Gemüse wird in Tirol im Hausgarten und in der Küche gleichermaßen geschätzt. Die Tiroler Landwirtschaft liefert etwa 1760 Tonnen Zucchini, nur bei Brokkoli und Karfiol ist die Ernte hierzulande größer.
Für die Biobäuerin ist Zucchini eine ideale Einstiegspflanze, da die Pflege nicht aufwendig ist. Die Pflanzen bevorzugen allerdings durchlässige Böden ohne Staunässe. In der Küche gilt Zucchini ebenfalls als unkompliziert und als leichte wie mineralstoff- und vitaminreiche Zutat. Ob als Schnitzel, auf dem Grill, in Kuchen und im Brot, derzeit ist Zucchini überall zu finden. Wie Berger ausführt, sind in der gehobenen Gastronomie kleine zarte Zucchini mit einer Größe von 15 bis 20 Zentimetern gefragt. Sie selbst bevorzugt die mittelgroßen Exemplare mit 20 bis 25 Zentimetern.
Noch ein Plus bekommt der Zucchini: Das Gemüse, das bestäubt werden muss, ist ein Bienen- und Hummelmagnet.
Einen weniger vorteilhaften Charakterzug hat der Zucchini, der im 17. Jahrhundert von Amerika nach Europa eingeführt wurde und dessen Name aus dem Italienischen kommt, aber doch. „Zucchini ist ein bisschen sensibel und kann bitter werden“, erklärt Kochbuchautorin Angelika Kirchmaier. Ein Hitzeschock in der Wachstumsphase schadet ihm ebenso wie zu kalte Lagerung im Kühlschrank. Doch vor allem, wenn es zu einer Kreuzung mit Zierkürbissen kommt, entwickelt der Zucchini Bitterstoffe. Diese Curcurbitacine werden beim Erhitzen nicht zerstört. Vom Verzehr ist abzuraten, da Verdauungsprobleme auftreten können.
Doch zurück zu den guten Eigenschaften. Zucchini spielt heuer in der gesunden schnellen Küche eine Hauptrolle – wie das Rezept von Angelika Kirchmaier zeigt.
Zucchini Flammi von Angelika Kirchmaier
Zutaten für ein Blech:
1 Pkg. Strudelteig (120 g), am besten Vollkorn-Strudelteig, ersatzweise Filoteig. Belag: 50 g würziger Käse gerieben, ersatzweise Schafskäse.
200 g Zucchini, grob raspeln.
½ – 1 Becher Sauerrahm (125-250 g). Kräutersalz, beliebig frische Kräuter.
Zubereitung in 30 Minuten:
Ein Backblech mit Backpapier auskleiden.
Den Backofen auf 220 °C Unter- Oberhitze vorheizen.
Für den Belag alle Zutaten mit einer Gabel verrühren. Kräftig würzen.
Die Teigblätter übereinander auf das Backblech legen und zwar so, dass rundherum noch ca. 2 cm Teig über das Blech hinaus ragen.
Den Belag gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Die überstehenden Teigenden nach innen auf den Belag klappen.
Das Blech auf die unterste Einschubleiste schieben.
Ca. 15 Minuten backen.
Der Teig soll Blasen werfen, leicht bräunen und wenn man den Teig hochhebt, hart sein.
Mit Salaten und Dips servieren.
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