Hilfreiche Tipps

Gut zu wissen: So kann man den Zuckerkonsum für Kinder reduzieren

Statt zuckerhaltigen Säften sollten Kinder möglichst Wasser trinken.
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Zuckrige Getränke gelten laut WHO als wesentliche Treiber für Fettleibigkeit und damit verbundene Krankheiten wie Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Je früher Kinder zu viel Zucker konsumieren, desto schwerwiegender sind die Folgen später. Mit diesen Tipps kann man den Zuckerkonsum in Schach halten.

15 Werbespots für ungesunde Lebensmittel sehen Kinder zwischen drei und 13 Jahren im Durchschnitt täglich, wie eine Studie der Universität Hamburg zeigte. Gesundheitsexperten von der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) raten deshalb zu einem bewussten Umgang mit Zucker – vor allem Kinder sollten nicht übermäßig und zu früh Zuckerhältiges essen. Ein komplettes Verbot braucht es allerdings nicht.

🍬 Tipps für weniger Zucker am Familientisch

  • Zuckermengen langsam und schrittweise reduzieren
  • Wenn Sie Speisen selbst zubereiten, dann verwenden Sie Zucker sparsam. Ein Streuer kann helfen, um ein besseres Gefühl für die Dosierung zu haben.
  • Beim Backen kann ohne Weiteres ein Drittel der angegebenen Zuckermenge ohne Geschmackseinbuße weggelassen werden. Einfach ausprobieren, ob es schmeckt.
  • Zucker in vorverpackten Lebensmitteln erkennen und möglichst meiden

Andere Bezeichnungen für „Zucker“ sind:

  • Saccharose
  • Raffinade
  • Invertzucker
  • Traubenzucker (Glukose, Dextrose)
  • Stärkesirup
  • Maltose
  • Milchzucker (Lactose)

Auch Honig, Sirupe, Dicksäfte (z. B. Agavendicksaft) sind Zuckerlieferanten.

  • Bei Kindern gilt auch „Zucker sollte weder als Belohnung dienen, noch sollte es ein komplettes Verbot geben“, sagt Internist Florian Kiefer, Präsident der Österreichischen Adipositas-Gesellschaft. Damit würde man es nur auf ein Podest heben und besonders interessant machen. Gemeinsames kochen würde helfen, Kindern ein Gespür fürs Essen zu vermitteln – auch wie viel Zucker wo drin ist bzw. verwendet wird.
Gemeinsames Kochen schafft Bewusstsein für gesundes Essen.
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  • Im Haushalt sollte es keine fixe „Süßigkeits“-Lade geben, statt Süßem hilft es, öfters Alternativen wie z.B. frisches Obst anzubieten. Dieses enthält zwar auch Fruchtzucker, ist aber besser als verarbeitete Süßigkeiten.
  • Beachten Sie, dass süße Lebensmittel gleichzeitig oft hohe Mengen an Fett enthalten (z.B. Fertigpizza, Ketchup etc.).
  • Wasser statt Limos oder Obstsäfte trinken – je öfters, desto besser. Auch selbstgepresste Obstsäfte sind zuckerhältig.
  • Süßes nicht als Zwischenmahlzeit verwenden – schon gar keine süßen Snacks.
  • Vorbild sein: Kinder orientieren sich auch beim Essverhalten stark an ihre Eltern.