Trost für verpasstes Olympia

Die große Chance im Schwimmen: Heimvorteil im Tivoli-Bad

Die EM-Starter Leon und Lena Opatril freuen sich auf den Heim-Wettkampf. Nach zuletzt 2012 und 2019 werden wieder in Innsbruck die Staatsmeister im Schwimmen in Innsbruck ermittelt.
© gepa/Mandl

Österreichs Schwimmer ermitteln von Donnerstag bis zum Sonntag in Innsbruck ihre Staatsmeister. Dabei fehlen die Olympia-Starter, was nicht nur den 51 Tiroler Starterinnen und Startern aus sechs Vereinen Möglichkeiten für noch mehr Medaillen eröffnet. Darunter auch die Geschwister Lena und Leon Opatril.

Innsbruck – Tivoli-Freibad statt La Defense Arena – während Österreichs Olympia-Schwimmer in Paris um Finaleinzüge rittern, ermitteln alle anderen ab Donnerstag (jeweils ab 9 Uhr, Finali ab 17 Uhr) bis zum Sonntag in Innsbruck ihre Staatsmeister. Für die Tiroler ein Vorteil, wie Leon Opatril, zuletzt erstmals Langbahn-EM-Starter, weiß: „Ich freue mich schon riesig. Man kennt den Start, die Wenden und viele Freunde werden Zuschauen kommen. Das motiviert mich noch mehr.“

Ohne Reitshammer und Bucher

Dass etwa über die 100 m Kraul Heiko Gigler, über 100 m Rücken und Brust der Absamer Bernhard Reitshammer oder über 50 sowie 100 m Delfin auch Simon Bucher aus Innsbruck wegen ihres Paris-Einsatzes fehlen, und damit auch die Medaillen-Hamster zurückliegender Staatsmeisterschaften, erhöht den Vorteil zusätzlich. „Ich hoffe, dass ich meine Chance nutzen kann“, sagt der 20-jährige Optaril, bereits vier Mal als Staatsmeister dekoriert.

Schwester Lena Opatril (25), schon mehrfach EM- und auch WM-erprobt, hat die Anzahl ihrer Titel weniger im Blick. „Sechs, sieben oder acht vielleicht“, überlegt die Oberpferferin, „aber meinen ersten weiß ich noch ganz genau.“ So wie auch die erste ÖM, 2012 damals in Innsbruck und zuletzt ebenso 2019 in Erinnerung bleibt. „Es ist immer besonderes daheim zu starten. Da, wo man sozusagen schwimmen gelernt hat.“ Dieses Mal ist es auch ein Trost: Nur knapp hatte sie mit der 4x200-m-Kraul-Staffel das Olympia-Limit für die Spiele jetzt verpasst.

Zuletzt hatten die Nachwuchsschwimmer ihre nationalen Titelkämpfe in St. Johann ausgetragen:

Als chancenreich gelten auch die Tiroler Staffeln des TWV und SC IKB oder auch Daniel Nigg, Nils Rotter, Romy Pabst, Maria Eder, Junioren-EM-Starter Moritz Krätschmer (unter anderen auch bei den Junioren), um nur einige zu nennen. Insgesamt sind 51 Tiroler am Start – darunter einige Routiniers, wie etwa Alexander Knabl, Cousin des in Paris gestarteten Triathleten Luis. Lena Opatril: „Das ist auch etwas Besonders bei uns in Tirol. Viele bleiben dem Schwimmen verbunden und starten jetzt bei der Heim-ÖM im Tivoli wieder.“ (sab)

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