Neuer Trainer, alte Ziele

Hypo-Volleyballer starten in Vorbereitung: Nur sechs Wochen Zeit bis zur Champions League

Neue Saison mit neuem Trainer: Manager Hannes Kronthaler, Kapitän Niklas Kronthaler, der neue Trainer Lorzenzo Tubertini und Sportdirektor Stefan Chrtiansky.
© Sabine Hochschwarzer-Dampf

Österreichs Volleyballmeister präsentiert sich „in alter Frische“, wie Manager Hannes Kronthaler sagt. Am Montag starten die Hypo-Tirol-Spieler mit dem neuen Trainer Lorenzo Tubertini in die Vorbereitung. Die Zeit wird für die teils neue Mannschaft knapp. Schon am 18. September beginnt die Champions League.

Innsbruck – Die Hypo-Tirol-Volleyballer sind komplett. Am Donnerstag präsentierte Österreichs Serien-Meister sein neues Team, samt neuem Coach Lorenzo Tubertini. Langzeit-Trainer Stefan Chrtiansky konzentriert sich bekanntlich auf die Rolle des sportlichen Leiters.

„Wir wollten einen neuen Impuls von außen setzen. Stefan bleibt weiterhin der Chef aus sportlicher Sicht“, sagt Manager Hannes Kronthaler. Man sei glücklich mit dem 52-Jährigen aus Modena, der zuletzt Montpellier (FRA) trainierte, einen Mann gefunden zu haben, der mit Profis arbeiten könne, aber auch Spieler ausbilde. Damit führt zum nun dritten Mal nach Emanuele Zanini (2005) und Pietro Scarduzio (2006) ein Italiener die Tiroler in AV-Liga, ÖVV-Cup und vor allem Champions League.

Champions League in Olympiahalle

„Grundsätzlich spielen wir Volleyball für die Champions League“, bekräftigte Kronthaler bei der Teampräsentation in Innsbruck einmal mehr. Vorerst geht es darum, die Qualifikation zu schaffen. Im Unterschied zum Vorjahr müssen die Tiroler heuer drei K.o.-Runden überstehen, ehe man in der ersten Gruppenphase auf die 18 gesetzten Teams in der Königsklasse treffen würde. Schon am 18. September geht es nach Ungarn, nach Kaposvar, am Mittwoch darauf wird in Innsbruck gespielt. In der Olympiahalle. „Es sieht heuer sehr gut aus, dass wir alle Champions-League-Spiele dort bestreiten dürfen“, spielte Kronthaler auf Terminkollisionen noch im Vorjahr an.

Die Zeit bis dahin wird aber knapp. Nur vier Spieler der Meistermannschaft sind am Inn geblieben: Kapitän Niklas Kronthaler hängt eine weitere Saison dran, ebenso wie Urgestein Pedro Frances. Auch Arthur Nath (BRA) und Nationalspieler Nicolai Grabmüller. Sportdirektor Chrtiansky hatte ebenso versucht, Mittelblocker Mihkel Varblane zu halten, doch der Este wechselte nach Belgien. Nicht mehr dabei ist auch Tirols junger Hoffnungsträger Finn Örley. Manager Kronthaler: „Leider hat er seine Karriere beendet.“

Pedro Frances und Niklas Kronthaler bleiben bei Tirol Tirol am Netz.
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Die neuen Angreifer am Fürstenweg neben Kronthaler und Nath heißen Danail Dimov aus Bulgarien, Tirol-Rückkehrer und Eigenbauspieler Michael Ladner sowie die Diagonalspieler Kyle Hobus (USA) und Przemyslav Kupka (POL). Auf der Position Mittelblock soll neben Frances und Grubmüller nun Kyle Paulson (USA) mauern. Als Dreh- und Angelpunkte sind die Zuspieler Robert Viiber (EST) und Adam Provanznik (CZE) eingeplant.

Neu dabei ist auch Libero Jacob Kitzinger, der vom heuer wieder wohl schärfsten Konkurrent in der nationalen Liga AVL (Beginn am 5. Oktober) Aich/Dob kommt – dort steigt bereits am 28. September auch der Supercup.

Vier junge Tiroler im Training dabei

Brisant: Der estische erste Zuspieler Viiber stößt erst Mitte August zum Team, das erste Testspiel steigt dann am 31. August in Innsbruck gegen Dachau. Danach folgen weitere gegen Unterhaching, Trento und ein Turnier in Tschechien. „Es wird zeitlich schon eng, das neue Team zu bilden. Aber wir sind eine junge Mannschaft mit viel Potenzial“, verspricht Neo-Trainer Tubertini. Die Ziele sind ohnedies längst formuliert: Meistertitel Nummer 13, Supercup- und ÖVV-Cup-Sieg sowie Aufstieg in die nächste Runde der Champions League.

Im Training mit dabei sind auch die jungen Tiroler Felix Riccabona, Laurin Albrecht und Rafael Waldner. Erstmals mit dabei: Luis Gavan, U18-Nationalspieler und Sohn des ehemaligen Spielers Daniel. Neu an Bord ist auch Co-Trainer Martin Nemec (SVK), Daniel Koncal, zuletzt Assistenz-Coach, wolle familiär bedingt etwas kürzer treten.