Volles Haus bei letztem Tour-Stopp: TT-Café feierte großes Finale in Reutte
Bei Sonnenschein machte das TT-Café am Samstag in Reutte Station. Dabei gab es ein Frühstück, interessante Gäste und strahlende Gewinner.
Reutte – Pünktlich zum Beginn des TT-Cafés verzogen sich Samstagvormittag die Wolken über dem Reuttener Talkessel und die Gäste machten es sich am Isserplatz gemütlich. Dort genossen sie Testa Rossa Caffè von Wedl, Pikantes und Süßes aus der Hofer Backbox und Mineralwasser von Silberquelle.
Fürs erste gestärkt stellte sich das Publikum dann dem digitalen Bezirksquiz. Am schnellsten waren dabei im ersten Durchgang Andrea Speckbacher aus Lechaschau und Martina Storf aus Reutte. Im zweiten Durchgang hatten Michael Hold aus Breitenwang und Angelika Schmid aus Höfen die Nase vorn. Sie gewannen je einen Einkaufsgutschein für das Innsbrucker Einkaufszentrum Dez.
Während in der Kinderecke Hochbetrieb herrschte, sorgte die Gruppe Primetime für die musikalische Unterhaltung. Moderatorin Nicole Sehabi von Tirol TV führte durch den Vormittag.
Interessante Gesprächspartner fanden sich beim Talk mit TT-Chefredakteur Marco Witting auf der Bühne ein und gaben Einblick in ihre Berufswelten. IT-Spezialist Martin Nigg erzählte von der zunehmende Bedrohungen durch Hackerangriffe: „100 Prozent Sicherheit gibt es nicht. Das Problem ist immer, dass dort, wo viele Menschen am Werk sind auch viele Dinge übersehen werden. Die größten Schwachstellen sind schlechte und unkomplizierte Passwörter sowie deren Mehrfachverwendung im Internet.“ Auch die Unachtsamkeit beim Lesen von Mails – Stichwort Phishing-Mails, sei ein Problem.
Ausgleich findet Nigg neben Arbeit und Familie beim Mountainbiken. Er ist Obmann des Vereins MTBausserfern. Dieser hat es sich zum Ziel gesetzt, die Trail-Infrastruktur zu verbessern. Datraus entstand auch die im Mai eröffnete Trailarea Urisee. „Das ist das erste Trailbau-Projekt in Tirol, welches allein von einem Verein errichtet wurde“, freut sich Nigg.
IT-Sicherheit spielt auch bei den Elektrizitätswerken Reutte eine wesentliche Rolle. Davon berichtete Sebastian Freier, seit 2022 technischer Vorstand der EWR. „Als kritische Infrastruktur ist es natürlich ein wichtiges Thema, weil wir auch die Anlagensteuerung über die IT fahren.“ Infrastruktur wird bei den EWR aber nicht nur geschützt sondern aktuell auch kräftig modernisiert. Freier: „Beim Kraftwerk Weißhaus sind wir gerade mit dem Stollen fertig geworden und die Maschine 1 ist funkelnagelneu.“
Im September erfolge zudem der Spatenstich für das Kraftwerk Reutte. Die bisherigen zwei Kraftwerke werden zu einem zusammengelegt und modernisiert. Der Kanal wird geschlossen und dient künftig als Naherholungsgebiet. „Voraussichtlich im Juli 2026 nehmen wir das Kraftwerk in den Regelbetrieb.“
Einen Einkehrschwung zum TT-Café machte auch Bezirksbäuerin Elke Klages. Sie ist derzeit auf Alm-Tour, um zu zeigen, wie wichtig die Bewirtschaftung der Almen für die Kulturlandschaft, aber auch für den Wirtschafts- und Erholungsraum ist. „Das ist momentan mein Job. Es macht Spaß, und es ist wichtig. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, hochwertige Rohstoffe wie Milch und Fleisch an Großküchen und den Tourismus zu verkaufen. Da ist noch ganz viel Luft nach oben und das ist mein Antrieb.“
Die Stimmung bei den Bauern sei gemischt. „Bei schönem Wetter und wenn weit und breit kein Bär und kein Wolf unterwegs sind geht’s unseren Almbauern gut“, sagt Klages. Für die Bäuerinnen, die sie vertritt, wäre es wichtig, wenn die Produkte entsprechenden Absatz finden würden. „Denn das ist alles sehr viel Arbeit und wenn es dann nicht rentabel ist ist es sehr zermürbend.“
Zum Abschluss des unterhaltsamen Vormittags sorgte Glücksengerl Amelie noch für große Freude bei Manuela Saurer aus Höfen. Sie gewann ein Testa Rossa Genusspaket und eine Kaffee-Kapselmaschine.
Kommentare