Tennis in Tirol

Stolz nach Alpencup in Wattens: „Uns liegen Breitensport und Spitzensport am Herzen“

Gewinner, Finalisten und Organisatoren ließen den Alpencup in Wattens auch mit einem Gemeinschaftsfoto ausklingen.
© TC Wattens

Der am Samstag zu Ende gegangene Alpencup in Wattens lockte heuer auch den ehemaligen Top-100-Tennisspieler und siegreichen Matthias Bachinger an. Durch positive Mundpropaganda sollen in den kommenden Jahren weitere namhafte Akteure um den Turniersieg kämpfen.

Wattens - Wie viele Stunden Daniel Gufler für die fünfte Auflage des Alpencups in Wattens leistete? Der Sportwart des TC Wattens und Vize-Präsident des Tiroler Tennisverbandes musste ein wenig überlegen. Und gab sich anschließend große Mühe, sich einer Zahl anzunähern: „300 Stunden waren es sicher. Und 50 Stunden habe ich sicher nur damit verbracht, Spieler für das Turnier zu begeistern.“

Gufler war beim ITF-Turnier in Telfs und er schrieb auf Sozialen Medien Tennis-Spieler aus der ganzen Welt an. „Von den Spielern, die in der Weltrangliste zwischen Position 200 und 450 liegen, habe ich sicher mit den meisten schon einmal Kontakt gehabt“, grinste Gufler und relativierte: „Man muss sich schon auf viele Absagen einstellen.“ Mit einem Budget von etwas über 15.000 Euro fehlt für den ganz großen Coup der Köder. Einen Versuch ist es aber immer wieder wert.

Und die Hartnäckigkeit kann sich auch lohnen - denn manch einer sagt zu: So wie für die heurige fünfte Auflage der siegreiche Deutsche Matthias Bachinger, einst in den Top 100 der Weltrangliste. Oder der Tiroler Hoffnungsträger Sandro Kopp, der im Viertelfinale mit Schulterproblemen w.o. geben musste. „Heuer war es - wenn man das Niveau betrachtet - sicher die beste Auflage“, strahlt Gufler, nachdem der Event am Samstag zu Ende gegangen war.

20 Bewerbe mit über 200 Teilnehmern

Während sich Bachinger bei den Herren gegen den Tiroler Matthias Haim mit 7:5, 6:3 durchsetzte, wurde beim Frauen-Finale nur Tirolerisch gesprochen: Eva-Maria Riml schlug Clara Pinggera 6:0, 6:3. Knapp 20 Bewerbe (mit Kindern-Bewerben) und über 200 Teilnehmer - der Alpencup ließ das Tennis-Herz in Wattens in den vergangenen Tagen höher schlagen. Der Regen war nur zwischenzeitlich ein Spielverderber und man musste in Tennishallen nach Schwaz oder Innsbruck ausweichen.

Eva-Maria Riml und Matthias Bachinger gewannen den Tennis-Alpencup in Wattens.
© TC Wattens

„Das Geheimnis des Alpencups liegt darin, dass unser Konzept durch die verschiedenen Klassen sowohl Spieler aus dem Breitensport als auch jene aus dem Spitzensport vorsieht. Und beide Bereiche liegen uns am Herzen“, führt Gufler aus und zog ein überaus positives Resümee: „Das Schönste ist, wenn die Spieler zu dir kommen und sagen, wie gut ihnen das Turnier gefallen hat und dass sie bei anderen Spielern Werbung für den Alpencup machen wollen.“ Das wäre ganz im Sinne der Veranstalter. Denn die fünfte Auflage soll nur eine von vielen weiteren gewesen sein. (dale)