Zusammenstöße zwischen Küstenwachen

Konflikte im Südchinesischen Meer: China verbittet sich Einmischung seitens der EU

Schiffe der chinesischen Küstenwache attackierten ein Schiff der philippinischen Küstenwache.
© AFP/Rossa

Peking rüffelt die EU. Europa habe sich in Chinas Angelegenheiten vor dessen Haustüre nicht einzumischen.

Peking, Brüssel - China ruft die EU im Streit um das Südchinesische Meer zur Zurückhaltung auf. „Die Europäische Union ist keine Partei in der Frage des Südchinesischen Meeres und hat kein Recht, mit dem Finger auf dieses Thema zu zeigen“, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums am Dienstag. Die Äußerung folgte auf eine Stellungnahme der EU zu einem Zwischenfall zwischen chinesischen und philippinischen Schiffen am vergangenen Wochenende.

Die chinesische Mission bei der EU zeigte sich „äußerst unzufrieden“ mit den Vorwürfen aus Brüssel. „Wir fordern die EU auf, in dieser Angelegenheit objektiv und fair zu sein und ihre Worte und Taten sorgfältig abzuwägen“, hieß es.

Die EU hatte am Sonntag in einer Erklärung das Vorgehen chinesischer Küstenwachschiffe gegen legitime philippinische Seeoperationen im Südchinesischen Meer verurteilt. China beansprucht einen Großteil des Seegebiets für sich, was zu Spannungen mit anderen Anrainerstaaten führt. Für die internationale Schifffahrt ist das Gewässer, durch das jährlich Waren im Wert von rund drei Billionen Dollar transportiert werden, von enormer Bedeutung. In einigen Teilen des für seine Fischgründe bekannten Seegebiets werden zudem Öl- und Erdgasvorkommen vermutet.