Brisante interne Dokumente: Das lief beim MCI-Neubau von Anfang an schief
Dokumente belegen, dass das vorliegende Projekt des Architekturbüros Henning-Larsen nicht den Landes-Vorgaben entsprochen hat.
Innsbruck – Wie es mit dem geplanten Neubau des Managementcenters Innsbruck MCI weitergeht, entscheidet sich nächste Woche. Experten gehen allerdings davon aus, dass bei einer Übertragung des Baurechts auf die Bundesimmobiliengesellschaft BIG der Bau neu ausgeschrieben werden müsste. Ansonsten würde sich ja – außer der Bauträgerschaft BIG statt Land Tirol – nichts ändern, was vergaberechtlich sehr kritisch gesehen wird.
Im November 2023 wurde die Kostenschätzung bei Baufertigstellung im Juli 2027 mit 250 Millionen Euro beziffert. Indessen dürften es bereits 300 Mio. Euro sein. Schließlich ist aus heutiger Sicht mit einem Bezug nicht vor Mitte 2029 zu rechnen. Zu den Kosten würde darüber hinaus noch der Aufwand für die Sanierung des Bestandsgebäudes um rund 20 Mio. Euro kommen.
Was ist schiefgelaufen?
Warum will das Land lieber heute als morgen den MCI-Neubau an die BIG übergeben? Vor allem, um dem Konflikt mit den MCI-Verantwortlichen endlich aus dem Weg gehen zu können. Und in der Hoffnung, dass es vielleicht durch eine Neuausschreibung billiger wird. Denn zahlen müsste das Land so oder so. Ob über eine Darlehensaufnahme für den Neubau oder einen Fördervertrag mit dem MCI, mit dem die jährlichen Mietkosten bei der BIG schlussendlich abgedeckt werden.