ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG

Resonanzkörper sein – der Pflegeberuf im Psychiatrischen Bereich

Die Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik bietet mit sechs Stationen, einer Tagesklinik und einer Ambulanz in Hall sowie einer Tagesklinik und einem Konsiliar- und Liaisondienst in Innsbruck eine altersspezifische Diagnostik und Behandlung für Kinder- und Jugendliche bei psychischen, psychosomatischen, psychosozialen und Entwicklungsstörungen an.
© Gerhard Berger

Wenn Menschen von psychiatrischen Erkrankungen betroffen sind, kommen viele neue Herausforderungen auf sie zu.

Ihre Fähigkeit Beziehungen zu leben, zu kommunizieren und den Alltag selbständig zu gestalten, können sich massiv verändern. Diese Veränderungen sind oftmals für die Patient:innen, aber auch für ihre Umgebung sehr fordernd.

Die Pflegemitarbeiter:innen der psychiatrischen Abteilungen des Landeskrankenhauses Hall und der Klinik Innsbruck haben das berufliche Ziel, mit diesen erkrankten Personen in einen wertschätzenden Kontakt zu treten, sie fachkompetent wahrzunehmen, sie in ihrer herausfordernden Situation zu begleiten und zu fördern.

„Wir stehen als Begleitende nicht nur für unsere Patientinnen und Patienten, sondern auch für das gesamte Umfeld zur Verfügung.“

Markus Aßmann, Leitender Diplompfleger Kinder- und Jugendpsychiatrie am LKH Hall

„Wir sind wie spiegelnde Resonanzkörper unserer Patientinnen und Patienten“, beschreibt Markus Aßmann, Leitender Diplompfleger an der Kinder- und Jugendpsychiatrie am LKH Hall. Im Arbeitsalltag erlebt er, wie seine jungen Patient:innen zusätzlich zu ihren Erkrankungen, auch mit den zunehmenden Unsicherheiten unsere Gesellschaft konfrontiert werden. Ängste, Verunsicherungen und aggressives Verhalten nehmen deutlich zu. „Umso mehr ist es unsere Aufgabe, unsere Patientinnen und Patienten professionell und ohne persönliche Bewertungen aufzunehmen und zu unterstützen. Um diesen Beruf erfolgreich und gut erfüllen zu können, muss man als Grundvoraussetzung Menschen in all ihren Facetten sehen und annehmen können“, so Simone Fussenegger, PDL Psychiatrie/ Stellvertretende Pflegedirektorin des LKH Hall. Das nötige Fachwissen erlernen die Pfleger:innen in der Psychiatrischen-Sonderausbildung, durch Fortbildungen und natürlich auch durch die Erfahrungen ihrer Kolleg:innen. Die Fähigkeiten, mit Nähe und Distanz und der eigenen Rolle sicher umgehen zu können, sowie in Kommunikation und Selbstreflexion professionell ausgebildet zu sein, sind im psychiatrischen Umfeld unabdingbar.

„Um diesen Beruf erfolgreich und gut erfüllen zu können, muss man Menschen in all ihren Facetten sehen und annehmen können.“

Simone Fussenegger, PDL Psychiatrie/ Stellvertretende Pflegedirektorin des LKH Hall

„Wir Pflegerinnen und Pfleger stehen als Begleitende nicht nur für unsere Patientinnen und Patienten, sondern auch für das gesamte Umfeld zur Verfügung “, so Aßmann. „Wir müssen oft weit intensiver in das familiäre Umfeld eintauchen, als es für unsere Kolleginnen und Kollegen auf den somatischen Stationen notwendig ist.“

Zusammen mit einem interprofessionellen Team, bestehend aus Ärzt:innen, Ergo- und Physiotherapeut:innen, Psycholog:innen, Lehrer:innen und Sozialarbeiter:innen, unterstützen die Pfleger:innen ihre Patient:innen und deren soziales Umfeld im (Wieder-)erlangen der Eigenverantwortung, im Umgang mit der Krankheit und bei der Eingliederung in das Leben, das vor den Türen des Krankenhauses mit all seinen Herausforderungen wartet.

Für Sie im Bezirk Innsbruck unterwegs:

Renate Perktold

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Michael Domanig

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