„Intensive poetische Prosa“

Nobelpreis für Literatur geht nach Südkorea: Autorin Han Kang wird ausgezeichnet

Mit Han Kang erhält erstmals eine Autorin aus Südkorea den Nobelpreis für Literatur.
© GEOFFROY VAN DER HASSELT

Die 53-jährige Südkoreanerin wurde mit dem Roman „Die Vegetarierin“ international bekannt. Sie wird für „ihre intensive poetische Prosa, die sich mit historischen Traumata auseinandersetzt“ ausgezeichnet.

Stockholm – Die südkoreanische Autorin Han Kang erhält den Nobelpreis für Literatur 2024. Die 53-Jährige wird für „ihre intensive poetische Prosa, die sich mit historischen Traumata auseinandersetzt und die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens offenlegt“, ausgezeichnet. Das gab Mats Malm, der Ständige Sekretär der Schwedischen Akademie, die die mit elf Millionen Kronen (rund 970.000 Euro) dotierte Auszeichnung vergibt, bekannt.

Im Vorjahr ging die prestigeträchtigste Auszeichnung der Literaturwelt an den Norweger Jon Fosse.

Vergeben wird der Literaturnobelpreis traditionell am 10. Dezember in Stockholm, dem Todestag von Preisstifter Alfred Nobel.

Han Kang, geboren 1970 in Gwangju, wurde mit ihrem Roman „Die Vegetarierin“ (2007) international bekannt. Ihr Roman „Griechischstunden“ erschien Anfang des Jahres in deutscher Übersetzung im Aufbau-Verlag. Sie ist die erste Autorin aus Südkorea, der die renommierte Auszeichnung zugesprochen wurde. (jole)