„Lichtblicke“ auf tt.com: Marianne Hengl im Gespräch mit Lukas Leitner
Lukas Leitner lebt mit einer fortschreitenden Muskelerkrankung. Seit er zehn Jahre alt ist, sitzt er im Rollstuhl. Er setzt sich für die Inklusion im Arbeitsleben ein.
Innsbruck – Als Lukas Leitner fünf Jahre alt ist, wird bei ihm Gliedergürteldystrophie diagnostiziert. Die fortschreitende Muskelerkrankung ist genetisch bedingt und sehr selten. Mit etwa zehn Jahren bekommt er seinen ersten Rollstuhl. „Anfangs konnte ich noch kurze Strecken gehen, aber der Rollstuhl hat mir Sicherheit gegeben und mir geholfen, herumzukommen“, sagt er im Gespräch mit Marianne Hengl, Obfrau von RollOn Austria.
In der neuen Folge der „LICHTblicke & Wegweiser“ erzählt der 27-Jährige aus seiner Kindheit im Salzkammergut, von den Herausforderungen seiner Erkrankung und was Inklusion für ihn bedeutet. Zu sehen ist das Gespräch der beiden am Donnerstag ab 18 Uhr.
📽️ Video | Marianne Hengl im Gespräch mit Lukas Leitner
Als sich seine Erkrankung bemerkbar macht, „habe ich das selbst gar nicht so sehr wahrgenommen. Als Kind findet man dann eben andere Dinge interessant als das Herumlaufen“, sagt Lukas Leitner. Seine Familie, sein Umfeld, habe ihn immer unterstützt. In der Schule habe er auch nie erklären müssen, warum er im Rollstuhl sitzt, mit seinen Freunden ist er aufgewachsen. „Für sie war das auch ganz normal. Wir sind ja alles zusammen aufgewachsen. Wir haben gemeinsam gelernt, damit umzugehen.“
Später bekommt er ein Stipendium für eine internationale Schule, studiert in Oxford Politik, Philosophie und Wirtschaft. Er macht ein Praktikum im Europäischen Parlament. Lukas Leitner betont, dass Inklusion funktionieren kann, wenn die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Seine Vision ist, dass alle Menschen mit Behinderungen die gleichen Chancen erhalten, die er in seinem Leben bisher bekommen hat. Er arbeitet mittlerweile für „MyAbility“. Die Organisation berät Unternehmen bei der Inklusion von Menschen mit Behinderungen. (smo)
Frühere Folgen:
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