Kommentar
Wenn sich die Weltpolitik im Fußball widerspiegelt
Selten war es leichter, Tickets für einen Auflauf von Weltstars zu bekommen, als am Donnerstag in Paris. Denn für das Fußball-Länderspiel des WM-Finalisten im 80.000 Zuschauer fassenden Stade de France gegen Israel wurde erst ein Viertel der Karten abgesetzt. Und sollte die Bedrohungslage angesichts des Frankreich-Gegners zunehmen, droht gar ein Geisterspiel. Ungeachtet der 4000 Einsatzkräfte will man im Norden der Hauptstadt, der aufgrund seiner sozialen Gemengelage ohnehin als Brennpunkt-Bezirk gilt, keine Ausschreitungen riskieren wie unlängst in Amsterdam.