Kommentar
Weniger Schutz, aber der Wolf hat weiter Schonzeit
Dass der Schutzstatus des Wolfs endlich herabgestuft wird, ist sicher der politischen Hartnäckigkeit von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (VP) zuzuschreiben. Denn im Alpenraum wird der große Beutegreifer zusehends zum Problem für eine intakte Almwirtschaft und die dort ansässigen Schafbauern. Schließlich überschneidet sich der von den Bauern aufwändig kultivierte Naturraum heute mit der Biosphäre von Wolf, Luchs und Bär. Das passt nicht mehr zusammen, wie ein mit Isegrim angereichertes romantisch-verklärtes Naturbild genauso fehl am Platz ist.