Haus unbewohnbar

Tragödie kurz vor Weihnachten: Spendenaufruf für Familie nach Brandkatastrophe in Kappl

Bis in die Morgenstunden kämpften die Feuerwehrleute gegen die Flammen.
© BFI Landeck

Am Samstag hat eine Kappler Familie ihr Zuhause verloren. Nur wenige Gegenstände konnten aus den Flammen gerettet werden. Nun hat die Gemeinde Kappl ein Spendenkonto eingerichtet.

Kappl – Sie können Weihnachten in diesem Jahr nicht daheim verbringen. Eine Kappler Familie hat wenige Tage vor Heiligabend nicht nur das Dach über dem Kopf verloren. Am Samstag zerstörte ein Großbrand das Haus und fast alles, was sich darin befand. Der alte Holzbau ist unbewohnbar, berichtet Bürgermeister Helmut Ladner.

Es ist immer schlimm, wenn einem die Hütte abbrennt. Zu Weihnachten ist das besonders tragisch.
Martin Raffeiner, Bezirksfeuerwehrinspektor

Die vierköpfige Familie, ein Ehepaar mit dem 16-jährigen Sohn und der 76-jährigen Oma kann nicht mehr zurück. Das Feuer war am Abend des 21. Dezember gegen 21.20 Uhr ausgebrochen, die TT berichtete. Meterhoch schlugen die Flammen aus dem Gebälk. Von einem schwierigen Einsatz spricht auch Bezirksfeuerwehrinspektor Martin Raffeiner. Als die Feuerwehren eintrafen, war es bereits zu gefährlich, ins Haus zu gehen. Die Einsatzkräfte mussten das Dach aufreißen, um die Flammen zu löschen. Meterhoch schlugen sie aus dem Dachstuhl. „Es ist immer schlimm, wenn einem die Hütte abbrennt. Zu Weihnachten ist das besonders tragisch.“

Bei Verwandten untergekommen

Die Familie ist inzwischen beim Bruder bzw. der Schwester untergekommen, sagt Bürgermeister Helmut Ladner. Die Oma konnte aus dem Krankenhaus entlassen werden. Bis auf wenige Dokumente, die in einem kleinen Tresor aufbewahrt wurden, und einzelne Kleidungsstücke, habe sie alles verloren, berichtet er. „Sie konnten nur mehr mit wenigen Habseligkeiten aus dem Haus flüchten.“ Inzwischen wurden zwei Spendenkontos eingerichtet. Die Gemeinde ruft dazu auf, der Familie in der schweren Zeit zu helfen. Es gibt bereits einzelne Zuwendungen, sagt Ladner.

Auch mit dem Büro von Landeshauptmann Toni Mattle sei inzwischen Kontakt bezüglich einer Soforthilfemaßnahme aufgenommen worden. Großes Glück ist, dass ein Schützenkamerad inzwischen eine Wohnung bereitgestellt hat, die die Familie nach den Feiertagen beziehen kann. Denn wie es mit ihrem Haus weitergeht, sei derzeit noch nicht klar und muss von Sachverständigen beurteilt werden. „Die ganze Holzkonstruktion muss abgerissen werden“, sagt Ladner. Was vom Unterbau erhalten werden kann, sei offen. Es ist dem schnellen Eingreifen der Feuerwehren zu verdanken, dass nicht mehr passiert ist.

Spendenkonto für die betroffene Familie

Inzwischen wurden zwei Spendenkontos für die betroffene Familie eingerichtet:

  • Volksbank Tirol, Bankstelle Kappl, Spendenkonto Fam. Kassler, AT 19 4239 0030 0026 7110
  • Raiffeisenbank Arlberg-Silvretta, Spendenkonto Fam. Kassler, AT 25 3624 8000 0032 5944

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