Auftakt am Arlberg: Was die Abfahrt der Ski-Damen spannend macht
Endlich wieder schnelle Ski-Abfahrten: Die Speed-Ladies sehnen das zweite Saisonrennen, das erste im neuen Jahr, sowieso herbei. Samstag (11.15 Uhr) ist es in St. Anton so weit. Damit beginnt auch die Jagd auf die WM-Startplätze und das Wetter spielt ebenso mit.
St. Anton – Frauen, es isch Zeit! In Tirol steht das erste Hochgeschwindigkeitsspektakel der Ski-Damen im heurigen Jahr an. Schauplatz ist St. Anton am Arlberg, das sich im Zwei-Jahres-Rhythmus mit Altenmarkt-Zauchensee abwechselt. Und das Wetter spielt mit. Es wird zwar wegen Neuschnees auf verkürzter Strecke gefahren, das Programm ist aber jetzt endgültig bestätigt und die Sonne strahlt bereits über den Bergen.
Die Favoritinnen
Als Führende geht eine Österreicherin ins Rennen am Samstag (Abfahrt). Cornelia Hütter (Startnummer 12) hat das bislang einzige Saisonrennen in Beaver Creek gewonnen, dazu auch das letzte der Vorsaison mit dem sie sich die Abfahrtsweltcup-Kugel holte. „Es ist volle cool, als Gejagte zu starten“, sagte die Steirerin. Sie fühlt sich sichtlich wohl in der Führungsrolle.
Eine Position, die Hütter aber andere abluchsen wollen: Sofia Goggia (Startnummer 9) etwa, Siegerin 2021, Lara Gut-Behrami (11), Super-G-Siegerin 2021 und 2023 oder auch Federica Brignone (14), Schnellste des ersten und zuletzt einzigen Trainings sowie zweite Super-G-Siegerin von 2023. In der Vorsaison hatten bei den acht Saisonabfahrten acht verschiedene Läuferinnen gewonnen – darunter Hütter eben, aber auch die Tirolerin Stephanie Venier (Startnummer 15), die ebenfalls auf einen Spitzenplatz aus ist.
Die mit Spannung Erwarteten
Allen voran Lindsey Vonn (Startnummer 32). Die 40-Jährige hat in St. Anton bereits gewonnen. 2007, vor 18 Jahren also. Ihre letzte Abfahrt bestritt sie bei der WM 2019 in Are, mit der sie auch ihre Karriere beendet hatte. Jetzt macht sie weiter. Zuletzt in St. Moritz war Vonn im Super-G 14. geworden.
Stark präsentierte sich zuletzt auch Ricarda Haaser (Startnummer 30). Mit Platz fünf in Beaver Creek meldete sich die Mauracherin ordentlich zu Wort. Aufgrund von Rückenproblemen hatte sie fast vier Jahre auf Speed-Rennen großteils verzichtet und ist vor allem Riesentorlauf gefahren, in dem sie zuletzt auch mit den Plätzen acht, zwölf und 14 aufzeigte.
Der WM-Countdown
Weil nun drei Speed-Wochenende in Folge anstehen, St. Anton, dann Cortina und Garmisch, wird jetzt das Rennen um die WM-Startplätze der Österreicherinnen endgültig eröffnet. Vier Läuferinnen dürfen jeweils in Abfahrt und Super-G bei der Heim-WM in Saalbach-Hinterglemm (ab 4. Februar) starten. Bleibt also abzuwarten, wer sich im Jänner am besten präsentieren kann.
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