Tafel soll geändert werden

Eine unselige Legende wirkt nach: Warum der „Anderl von Rinn“-Kult brisant bleibt

Szenen der Ritualmordlegende wie Anderls Verkauf durch seinen Taufpaten sind in den Deckenfresken bis heute zu sehen, die blutrünstige Darstellung der angeblichen „Schächtung“ wurde jedoch übermalt.
© Rita Falk

Der fatale „Anderl von Rinn“-Kult ist längst offiziell beendet, doch die frei erfundene antijudaistische Ritualmordlegende bleibt ein brisantes Thema. Diözese Innsbruck und Stift Wilten wollen nun eine Tafel in der Kirche, die Besucher irritiert, überarbeiten oder entfernen lassen. Aus Sicht von Historikern wären neue Lern- und Vermittlungsangebote vor Ort zu begrüßen.

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