Während Kuraufenthaltes

Strabag-Chef Klemens Haselsteiner überraschend im Alter von 44 Jahren verstorben

Klemens Haselsteiner war seit dem 1. Jänner 2023 Vorsitzender des Vorstands der Strabag.
© STRABAG/Fischer

Klemens Haselsteiner, der Vorstandsvorsitzende des österreichischen Baukonzerns Strabag SE, ist im Alter von 44 Jahren völlig überraschend verstorben. Das teilte der Baukonzern am Freitagabend mit. Die weiteren Vorstandsmitglieder übernehmen vorübergehend gemeinsam die von Klemens Haselsteiner verantworteten Agenden. Medienberichten zufolge verstarb der Firmenchef aufgrund eines geplatzten Aneurysmas während eines Kuraufenthalts in Oberkärnten.

Ein Nachruf des Konzerns von Samstagnachmittag trägt den Titel: „Wir können die Zukunft nicht voraussagen, aber wir können sie gestalten.“ Der Vorstandsvorsitzende habe seit seinem Einstieg im Jahr 2011 das Unternehmen geprägt und „entscheidend daran mitgewirkt, die Strabag zu einem europaweit führenden Bautechnologiekonzern weiterzuentwickeln“. Mit „Work On Progress“ habe er einen der umfassendsten Transformationsprozesse eingeleitet.

Laut Unternehmensangaben starb Haselsteiner plötzlich und unerwartet eines natürlichen Todes.
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Klemens Haselsteiner war seit dem 1. Jänner 2020 Vorstandsmitglied und seit dem 1. Jänner 2023 Vorsitzender des Vorstands der Strabag. Er war einer von vier Söhnen des Bauunternehmers Hans Peter Haselsteiner (80). Die Familie Haselsteiner hält 30,7 Prozent der Anteile an der im Leitindex ATX der Wiener Börse notierten Strabag SE.

Haselsteiner studierte unter anderem in den USA und startete seine Berufslaufbahn 2004 bei der internationalen Beratungsgesellschaft KPMG. Erste Erfahrungen bei der Strabag sammelte er in Russland und später dann in Deutschland. Die Strabag ist Österreichs größter Baukonzern und hat 2023 eine massive Gewinnsteigerung hingelegt. Das Konzernergebnis erhöhte sich gegenüber dem Jahr davor um ein Drittel auf 630,5 Mio. Euro. Der Gewinn je Aktie (EPS) um 37 Prozent von 4,60 auf 6,30 Euro. In Vollzeitäquivalenten gerechnet beschäftigte der Bauriese mit Ende 2023 weltweit 77.136 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Erl-Intendant Jonas Kaufmann tief betroffen

Die Tiroler Festspiele Erl reagieren tief betroffen auf die Nachricht vom Tod Klemens Haselsteiners. „Der Sohn des Mäzens und Ermöglichers der Festspiele Erl Hans Peter Haselsteiner war den Festspielen persönlich sowie im Rahmen seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der Strabag SE sehr verbunden“, zeigt sich Erl-Intendant Jonas Kaufmann tief betroffen. „Die Tiroler Festspiele Erl und alle Mitarbeitenden sind in tiefer Trauer und in Gedanken bei seiner Familie, der wir in dieser schwierigen Zeit von Herzen alles Gute wünschen.“ (APA, mark)