Bindeglied zwischen den Branchen
Ob Fliesenleger, Hafner oder Keramiker – eines haben diese Berufe gemeinsam: Sie sind abwechslungsreich und haben Zukunft.
Der Lehrberuf des Platten- und Fliesenlegers in Tirol bietet eine spannende Möglichkeit, sich in einem vielseitigen Handwerksberuf auszubilden. Die Lehrlinge verlegen und bearbeiten Platten und Fliesen aus unterschiedlichsten Materialien – von Keramik, Naturstein über Beton bis hin zu Kunststein. Platten- & Fliesenleger*innen gestalten Wände mit dekorativen Fliesen oder verfliesen Böden mit hochstrapazierbaren Steinplatten in verschiedenen und teils sehr kreativen Verlegetechniken. Im Bereich der modernen Fassadengestaltung führen sie Verfliesungen von Hauswänden und Portalen durch.
Die Arbeitsumgebungen sind überwiegend Baustellen im Innen- wie auch im Außenbereich. Die meisten Platten- & Fliesenleger*innen sind in privat geführten gewerblichen Klein- und Mittelbetrieben beschäftigt und arbeiten in Teams mit ihren Arbeitskollegen zusammen.
Am Bau stellen sie auch ein wichtiges Bindeglied zwischen den unterschiedlichen Branchen dar und haben Kontakt zu etlichen anderen bauhandwerklichen Branchen wie auch zu den Auftraggebern.
Aufgrund des akuten Fachkräftemangels sind gelernte Fachkräfte im Bereich der Platten- & Fliesenlegerei sehr gefragt. Dies ist eine Garantie für einen ebenso sicheren wie fair bezahlten Arbeitsplatz. Fachspezifisches Wissen, handwerkliche Fertigkeiten und eine kunden- wie auch serviceorientierte Denkweise steigern die Arbeitsmarktchancen zusätzlich enorm.
Hafner – Beruf mit Zukunft
Als Hafner*in in Tirol bist du als Lehrling in der Welt der Öfen und Kamine tätig. Handwerker im Bereich Hafnerei fertigen unterschiedliche Arten von Feuerungsanlagen an, wie zum Beispiel Kachelöfen, die mit verschiedenen Brennstoffen wie Holz, Strom oder Gas betrieben werden können.
Sie sind auch in der Lage, andere Feuerungsstätten wie offene Kamine, Zentralheizungs- und Warmluftkachelöfen, Pizza- und Grillöfen usw. herzustellen. Dabei nutzen sie heizungstechnische Berechnungen und zeichnerische Entwürfe als Grundlage. Des Weiteren sind sie in der Lage, keramische Wand- und Bodenbeläge wie Fliesen und Mosaike zu verlegen und führen Reparatur- und Reinigungsarbeiten an Kachelöfen durch.
Kunden werden auch in puncto energieeffizientes Heizen beraten. Die Nachfrage nach Kachelöfen bleibt hoch und der Einsatz erneuerbarer Energien beim Heizen nimmt zu, was zu einer guten Auftragslage im Hafnergewerbe führt.
Ausbildung zum Keramiker
Die Lehre als Keramiker*in bietet in Tirol eine kreative Ausbildung im Umgang mit anorganischen, nichtmetallischen Materialien wie Porzellan, Steingut, Steinzeug und gebranntem Ton.
Diese Materialien werden in Tonkeramik und Glaskeramik unterteilt, wobei es auch verschiedene Anwendungsbereiche wie Gebrauchskeramik, Industriekeramik und Baukeramik gibt. Keramiker*innen beschäftigen sich mit der Gestaltung und Bearbeitung von keramischen Materialien.
Sie können eigene Entwürfe erstellen oder Kundenaufträge bearbeiten. Dazu gehören die Planung, der Entwurf und die Fertigung von Keramikprodukten. Als Keramiker*in gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich beruflich weiterzuentwickeln. Eine Option ist beispielsweise der Aufstieg zur Produktionsleitung oder Qualitätsprüfung von Ausgangsmaterialien und Endprodukten. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Betriebstechnik und Produktionsorganisation sowie in der keramischen Material- und Werkstoffprüfung.