Gedrängelt und gedroht: Unfall auf der A12 konnte gerade noch verhindert werden
Wattens – Er drängelte auf der A12, überholte rechts und bremste ein anderes Auto aus. Ein unbekannter Lenker eines E-Autos war am Samstagnachmittag bei Wattens völlig außer Rand und Band. Durch sein rücksichtsloses Fahrverhalten wurden gegen 16.45 Uhr mehrere andere Verkehrsteilnehmer gefährdet.
Besonders heftig ins Visier nahm der Verkehrsrowdy den Pkw eines 25-Jährigen. Dieser hatte aufgrund des Verkehrsaufkommens in Fahrtrichtung Kufstein auf der Überholspur abbremsen müssen, worauf der Unbekannte hinter ihm mehrfach die Lichthupe betätigte und schließlich rechts überholte.
Anschließend fuhr er auf den linken Streifen zurück und bremste so stark ab, dass der 25-Jährige mit Unterstützung des Notbremsassistenten einen Auffahrunfall gerade noch verhindern konnte. Der Lenker des E-Autos setzte daraufhin sein irres Fahrverhalten fort und bedrängte den Fahrer eines weißen VW-Golf ebenfalls durch knappes Auffahren.
An Bushaltestelle mit „Totschlagen“ bedroht
Der Lenker des E-Autos und der 25-Jährige verließen laut Polizei die A12 an der Ausfahrt Wattens. An der Bushaltestelle der Nordumfahrung in Wattens habe ihn der E-Auto-Fahrer durch das geöffnete Fenster mit dem „Totschlagen“ bedroht. Zuvor habe ihn der Tatverdächtige mittels Handzeichen aufgefordert, ihm zu folgen und hielt neben ihm an.
Eine Fahndung nach den Lenkern der beiden Wagen war die Folge. Am Mittwoch konnten die Beamten dann einen Fahndungserfolg vermelden. Wie in einer Aussendung bekannt gegeben wurde, konnte ein 32-jähriger Österreicher als Fahrer des E-Autos ausgeforscht werden.
Im Fahrzeug befanden sich zum Vorfallszeitpunkt drei weitere Insassen. „Der Lenker zeigte sich im Zuge der Vernehmung nicht geständig und stellte freiwillig die Videoaufzeichnungen des Fahrzeuges zur Verfügung“, so die Polizei. Aufgrund des erfolgten Zeugenaufrufs meldete sich am Dienstagnachmittag auch der 23 Jahre alte Lenker des weißen VW-Golf. (TT.com)