Unglück im Wallis

Fünf tote Tourengeher in der Schweiz geben den Ermittlern Rätsel auf

Blick auf das 4199 Meter hohe Rimpfischhorn an dessen Flanke fünf tote Tourengeher entdeckt wurden.
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Hubschraubercrew entdeckte Leichen, nachdem zwei Alpinisten verlassene Skier auf 4000 Metern aufgefallen waren. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.

Ein Unglück im Schweizer Kanton Wallis vom Wochenende mit fünf Toten sorgt in der Schweiz für Rätselraten. Entdeckt wurden die Leichen am Rimpfischhorn zwischen Zermatt und Saas Fee nur, weil am Wochenende vier Paar Tourenski auf rund 4000 Metern Höhe bei zwei Alpinisten die Alarmglocken schrillen ließen.

Den beiden Bergsteigern waren am Samstagnachmittag beim Abstieg vom 4199 Meter hohen Gipfel die Tourenski aufgefallen, was an und für sich nicht außergewöhnlich wäre. Denn normalerweise deponieren Tourengeher am Rimpfischhorn die Skier unterhalb des Gipfels an ganz einer bestimmten Stelle, um die letzte Etappe zu Fuß zurückzulegen. Doch die beiden hatten die Skier schon beim Aufstieg gesehen, aber niemanden während ihres Wegs zum Gipfel getroffen oder auch nur gesehen. Deshalb alarmierten sie die Bergrettung. Die flog daraufhin mit dem Hubschrauber der Air Zermatt die Bergflanken ab. Schließlich entdeckte die Crew von der Luft aus zunächst drei leblose Personen auf einem Lawinenkegel 500 Höhenmeter unterhalb des Skidepots und wenig später weitere zwei Personen etwas darüber, wie die Kantonspolizei Wallis am Sonntag meldete. Der Notarzt habe bei allen nur noch den Tod feststellen können. Auch das fünfte Paar Ski sei im Verlauf der Suche gefunden worden.

Am Montag konnten weder die fünf Toten formell identifiziert werden, noch war klar, was vorgefallen ist. Noch nicht festgestanden ist außerdem, wie lange die Toten dort schon gelegen haben. Ein Notruf war nicht eingegangen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.