Küchen-Revoluzzer mit einer Mission: Noch lange nicht satt von Jamie Oliver
Schneller als Jamie Oliver schnippeln und sprechen kann, vergeht die Zeit. Am Dienstag wird der Popstar unter den TV-Köchen 50 Jahre alt. Die Frau an seiner Seite und die Leidenschaft fürs Kochen sind bis heute geblieben.
London – Wegen seiner Lese- und Schreibschwäche als Taugenichts abgestempelt, zufällig vom Fernsehen entdeckt, 1998 mit „The Naked Chef“ seine erste Koch-Show bekommen, 26 Kochbücher geschrieben, mehr als 70 Lokale in 23 Ländern weltweit eröffnet, fünf Kinder mit seiner Frau Jools gezeugt und nebenbei die moderne Küche revolutioniert. Das ist das Leben von Jamie Oliver im Schnelldurchlauf.
Aber wer den berühmten TV-Koch aus dem Fernsehen kennt, der weiß, dass bei ihm immer alles flott gehen muss. Zutaten schnippeln, in Turbo-Geschwindigkeit erklären, was zu tun ist, rein mit den Fingern, ab in die Pfanne und zack, fertig.
50 Jahre wird der gut gelaunte Brite heute und hat im Laufe seiner Karriere nichts anbrennen lassen. Die lockere Art, vor Publikum zu kochen war vor knapp 30 Jahren höchst ungewöhnlich, mittlerweile haben viele Köchinnen und Köche versucht, in Jamies Fußstapfen zu treten.
In einer Folge der Netflix-Serie „Chef‘s Table: Legends“ erzählt er seine Geschichte: vom Jungen mit der Wuschelfrisur, der sich für dumm hält; lieber im Pub der Eltern arbeitet; Aschenbecher und Gläser abräumt; bis er irgendwann selbst in der Küche steht. Der Rest ist Geschichte. Seit Jahren setzt sich der Fünfachpapa (seine Kids sind zwischen 5 und 19 Jahre alt) für gesundes Schulessen ein und will Menschen mit Legasthenie Mut machen.
Auch er musste seinen Weg finden. Das erste Kochbuch habe er „mit dem Diktiergerät gemacht“, erklärt Jamie Oliver in der Serie. Seine Botschaft ist klar: Egal ob in der Küche oder im echten Leben – irgendwas geht immer. Und dabei nur nicht mit dem Olivenöl sparen.
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