Tote Schafe: Wolf im Stubaital steht jetzt auf der Abschussliste
In den nächsten acht Wochen ist es den Stubaier Jägern erlaubt, einen potenziellen Schadwolf zu erlegen, sollte er ihnen vor die Flinte laufen.
Neustift – Die Jägerschaft im Stubaital ist bereits vorgewarnt: Mit Mitternacht tritt die neue Abschussverordnung für einen Schadwolf in Kraft, der derzeit das Gebiet in Neustift unsicher machen soll. Am Wochenende soll der Beutegreifer in zwei Almgebieten insgesamt vier Schafe getötet sowie drei weitere schwer verletzt haben. Wie Bürgermeister Andreas Gleirscher weiß, war der Wolf im Bereich der Starkenburger Hütte unterwegs.
Aufgrund der Schwere der Verletzungen musste eines davon notgetötet werden. Ein weiteres Schaf ist an den Folgen der Verletzungen gestorben. Nach Begutachtung durch den örtlich zuständigen Amtstierarzt besteht der Verdacht, dass der Wolf für die Risse verantwortlich war. „Der Wolf ist natürlich unter den Landwirten Thema, denn gerade ist ja überall Almauftrieb“, weiß Gleirscher.
Bereits mehrere Wölfe nachgewiesen
Die Abschussverordnung gilt für die Dauer von acht Wochen in einem Umkreis von zehn Kilometern ausgehend vom Ort des Ereignisses. Die zuständige Jägerschaft ist bereits informiert.
Erst Anfang Mai war im Bereich Klaus Äuele ein totes Alpaka gefunden worden, das ebenfalls einem Wolf zum Opfer gefallen sein dürfte. Im Februar sorgte auch ein illegal geschossener Wolf im Stubaital für Gesprächsstoff. Wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, dachte ein Jäger, dass er einen Fuchs geschossen hatte. Die Sichtbedingungen bei seiner Fuchsjagd dürften schlecht gewesen sein. Er meldete sich später bei der Polizei.
Im Bezirk Innsbruck-Land wurde im heurigen Jahr insgesamt viermal ein Wolf nachgewiesen. Neben den Fällen in Neustift tappte im Februar im Gemeindegebiet von Axams ein Wolf in die Wildkamera. Im April wurde im Gemeindegebiet von Götzens ein Wolf mittels Losung nachgewiesen. (TT)