Finaleinzug bei den French Open: Tirolerin Tagger servierte Nummer eins ab
Der Erfolgslauf von Lilli Tagger bei den French Open der Juniorinnen fand auch am Freitag im Halbfinale seine Fortsetzung. Die 17-jährige Osttirolerin blieb auch gegen die an Nummer eins gesetzte Australierin Emerson Jones ohne Satzverlust.
Nach einem 6:4,7:6 zog Tagger ins Endspiel am Samstag ein. Die Gegnerin dort heißt Hannah Klugmann. Die auf Position acht gesetzte Britin gewann gegen die Bulgarin Rossiza Dentschewa nach Satzrückstand 1:6,6:3,6:3.
„Auf jeden Fall war es das Ziel“, erklärte Tagger zum Finaleinzug. „Ich bin megafroh, dass ich hierhergekommen bin.“ Sie kenne zwar noch nicht ihre Gegnerin, aber „egal gegen wen – Vollgas“, versprach sie. Gegen die topgesetzte Jones sei sie im zweiten Satz ziemlich nervös gewesen. „Es war ein ziemlich enges Match. Ich habe viele Breakchancen nicht genutzt, dann aber im Tiebreak gewonnen“, sagte Tagger.
Bisher nur ein rot-weiß-roter Sieger
Tagger steht als erste Österreicherin überhaupt in einem Juniorinnen-Finale in Paris bzw. als erste seit Tamira Paszek bei einem Major (2006 US Open). Vor ihr hatten acht Österreicher das Einzel-Finale eines Grand-Slam-Nachwuchsbewerbes erreicht, darunter auch Thomas Muster (Finalist 1985) und Dominic Thiem (Finalist 2011). Den bisher einzigen Sieg bei den Junioren hatte Jürgen Melzer 1999 im Junioren-Finale von Wimbledon geschafft.
Im Rollstuhl-Junioren-Bewerb verteidigte unterdessen der 17-jährige Vorarlberger Maximilian Taucher seinen Titel in Roland Garros erfolgreich. Er besiegte Charlie Cooper aus den USA 6:2,7:6(3). (TT.com, APA)
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