Hunderttausende hungernde Palästinenser bekommen weiter keine Mahlzeiten
Gaza – Die umstrittene Gaza Humanitarian Foundation (GHF) sieht sich weiterhin nicht in der Lage, in ihren Zentren humanitäre Hilfe an die notleidende Bevölkerung im Gazastreifen zu verteilen. Die Stiftung erklärte, von der Hamas "direkte Drohungen" erhalten zu haben. "Diese Drohungen machten es unmöglich, heute weiterzumachen, ohne das Leben Unschuldiger zu gefährden." Hunderttausende hungernde Menschen hätten deswegen kein Essen erhalten.
Bereits am Vortag hatte die GHF die vorläufige Schließung ihrer Verteilzentren verkündet. Die Zentren seien wegen des "großen Andrangs" geschlossen worden, um die Sicherheit der Menschen vor Ort gewährleisten zu können, hieß es. Zuvor seien jedoch noch Tausende Lebensmittelpakete verteilt worden.
Vor rund zwei Wochen hatte Israel die Blockade der Hilfslieferungen in den Gazastreifen gelockert. Die Verteilung von Hilfsgütern wurde von der GHF übernommen. Die Organisation umgeht dabei Hilfsorganisationen der UN und anderer Initiativen. Ihr wurde vorgeworfen, sie gefährde dabei Zivilisten und verstoße gegen Standards neutraler Hilfe. Israel will dagegen nach eigenen Angaben verhindern, dass die Hamas sich die Hilfslieferungen aneignet. (APA/dpa)