Schon länger geräumt

Akute Bergsturzgefahr in der Schweiz: Bergdorf Brienz gesperrt

Schon seit längerem ist das Bergorf geräumt.
© APA/KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Chur – In der Schweiz droht wieder ein Bergdorf von einer Schuttlawine begraben zu werden. Brienz in Graubünden ist jedoch schon lange geräumt, die rund 80 Bewohnerinnen und Bewohner durften aber in den vergangenen Monaten tagsüber immer zurück, etwa, um ihre Felder zu bestellen. Nun ist das ganze Gebiet für jeden Zugang gesperrt.

Im Lötschental im Kanton Wallis war Ende Mai das Dorf Blatten fast vollständig von einer Eis- und Gerölllawine verschüttet worden. Dort waren oberhalb des Dorfes zuerst Felsbrocken auf einen tiefer gelegenen Gletscher gefallen, der dann abriss und mit Millionen Kubikmetern Material ins Tal donnerte.

Oberhalb von Brienz waren vor zwei Jahren schon einmal 1,2 Millionen Kubikmeter Gesteinsmassen ins Rutschen geraten. Die Behörden hatten dies vorausgesehen und das Dorf geräumt. Das Material kam aber kurz vor den ersten Häusern zum Stillstand. Weitere Fels- und Schuttmassen am Berg drohen aber noch abzurutschen. Besonders nach Niederschlägen wächst die Gefahr. (APA/dpa)

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