Mit 25.000 Euro dotiert

Staatspreis für Europäische Literatur an Serhij Zhadan

Serhij Zhadan wurde 2022 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.
© AFP/Roland

Der ukrainische Dichter wird am 25. Juli bei einem Festakt am Rande der Salzburger Festspiele ausgezeichnet. 2016 veröffentlichte er ein Buch im Innsbrucker Haymon Verlag.

Serhij Zhadan ist der neue Träger des Österreichischen Staatspreises für Europäische Literatur. Die Entscheidung für den ukrainischen Autor gab am Dienstag Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) bekannt. Der 50-Jährige erhält den mit 25.000 Euro dotierten und seit 1965 verliehenen Preis am 25. Juli bei einem Festakt am Rande der Salzburger Festspiele.

Mit dem Staatspreis wird ein literarisches Gesamtwerk gewürdigt, das international besondere Beachtung gefunden hat.Zhadan gibt dem Schrecken des Krieges und der unsichtbaren, allumfassenden Angst eine literarische Sprache.

Zhadan gibt dem Schrecken des Krieges und der unsichtbaren, allumfassenden Angst eine literarische Sprache.
Anderas Babler (Kulturminister, SPÖ)

„Serhij Zhadan ist einer der prägnantesten Schriftsteller der europäischen Gegenwartsliteratur, der zur literarischen Stimme der Ukrainer:innen geworden ist“, zollte Babler dem neuen Preisträger seinen Respekt: „Zhadan gibt dem Schrecken des Krieges und der unsichtbaren, allumfassenden Angst eine literarische Sprache.“

Der Autor ist seit dem Angriff Russlands auf seine Heimat mit seiner Rockband zum tatkräftigen Unterstützer der Bevölkerung und der Armee geworden und ist selbst als Helfer hinter der Front im Abwehrkampf aktiv.

Auf Deutsch erschien zuletzt bei Suhrkamp „Keiner wird um etwas bitten. Neue Geschichten“ des Friedenspreisträgers des Deutschen Buchhandels 2022. Seine Erzählung „Laufen ohne anzuhalten“ kam 2016 im Innsbrucker Haymon Verlag heraus. (APA, TT)