Kommentar
Nebelgranaten in Washington
Donald Trump dürfte vom Friedensnobelpreis mindestens so weit entfernt sein wie die Palästinenser von einem eigenen Staat. Der US-Präsident hat gerade einen mutmaßlich völkerrechtswidrigen Angriff auf den Iran befohlen und die weltgrößte Hilfsorganisation USAID zerschlagen; er frönt imperialen Sehnsüchten (siehe Grönland) und bringt mit seiner Bündnis- und Zollpolitik die globalen Strukturen ins Wanken. Es dürfte auch nicht hilfreich sein, dass ihn ausgerechnet der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu vorgeschlagen hat, der im Gazastreifen und im Westjordanland mutmaßlich schwere Verstöße gegen das Völkerrecht verantwortet.
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