Zeit für Baracken abgelaufen: Schüler bauen größtes Projekt für den Tennisclub Reutte
Mit vereinten Kräften und kreativen Ideen haben Schüler der Polytechnischen Schule Reutte ein funktionales Gerätehaus für den Zweigverein Tennis des SV Reutte geschaffen. Ein Projekt, das bisherige Dimensionen weit übertrifft.
Reutte – Einen sportlich-spaßigen Tag auf der Padel-Anlage und eine Grillparty im Vereinshaus gab es als Dankeschön für elf Schüler des Fachbereichs Holz/Bau der Polytechnischen Schule Reutte.
Seit über 15 Jahren realisieren die Schüler immer wieder Projekte für Kindergärten, Schulen oder bildungsnahe Einrichtungen. Dieses Jahr darf sich der Zweigverein Tennis im SVR über ein nagelneues Gerätehaus freuen.
Neue Dimensionen
„Es ist mit Abstand das größte Projekt, das wir in all den Jahren realisiert haben“, erklärt Tobias Petrini, Fachbereichsleiter Holz/Bau am Poly Reutte, der damit auf die Maße des Holzbaus hinweist. Das neue Gerätehaus ist 13,5 Meter lang und 3,5 Meter breit und bietet in Zukunft genug Platz für Utensilien der Tennisschule, des Padel-Vereins und dient als Lagerraum für Netze, Walzen, Sand und Schläuche für die Tennisplätze. Angrenzend an das Gerätehaus wurde zudem eine überdachte Terrasse neben den Padelplätzen errichtet.
„Früher hatten wir da nur ein paar Baracken, in denen das Notwendigste gelagert werden konnte“, beschreibt Vereinsobmann Jürgen Leuprecht die Ausgangslage. Darüber habe es immer wieder mal blödes Gerede gegeben. Im Frühjahr 2024 keimte schließlich die Idee auf, die Baracken im Rahmen eines Projekts mit dem Polytechnikum durch ein funktionales Gerätehaus zu ersetzen.
Frischer Wind und viel Erfahrung
Gesagt, getan. Mit Beginn des Schuljahres 2024/25 ging’s los. Vereinsmitglied Paul Aste, ehemals Leiter des Baubezirksamtes Reutte, machte einen ersten Entwurf und unterstützte die Schüler mit seinem Fachwissen. „Durch die Arbeit mit den jungen Leuten war ich voll motiviert“, meint Aste und Fachbereichsleiter Simon Klimesch fügt hinzu: „Umgekehrt haben die Burschen von seiner Erfahrung profitiert.“
Auch die regionale Wirtschaft ließ sich nicht lange bitten. „Schulprojekt war das Zauberwort“, meint Aste und spielt damit auf die erfreulich breite Unterstützung durch heimische Unternehmen an. „Handeln war gar nicht notwendig. Jeder, den wir gefragt haben, hat uns entweder Material geschenkt oder uns starke Preisnachlässe gegeben“, so Aste. Die verbleibenden Kosten in Höhe von rund 10.000 Euro trägt der Tennisverein.
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