Gut Ding braucht Weile

Zehn Jahre und 6000 Kilometer später: Verschollene Flaschenpost tauchte wieder auf

Nach fast zehn Jahren und einer Reise von rund 6000 Kilometern wurde die Flaschenpost von Jörg und Cornelia Wanke auf einer unbewohnten Insel der Bahamas entdeckt. Der Amerikaner Clint Buffington fand die kobaltblaue Flasche während eines Strandspaziergangs mit seinem Vater und konnte über Social Media Kontakt zu den Absendern herstellen.

Fast zehn Jahre und annähernd 6000 Kilometer war sie unterwegs: Die Flaschenpost, die das Ehepaar Jörg und Cornelia Wanke aus Heringsdorf in Mecklenburg-Vorpommern während einer Kreuzfahrt in den Atlantik geworfen hatte. Am Ende ihrer Reise landete die kobaltblaue Flasche auf einer unbewohnten Insel der Bahamas, wo sie der Amerikaner Clint Buffington fand.

Es war am 23. Oktober 2015, als Jörg Wanke nach einem Abendessen auf der „Star Flyer“ den Entschluss fasste, eine Flaschenpost in die Fluten zu werfen. „Wir waren zwischen Madeira und Gran Canaria“, erinnert sich der 66-Jährige, der auf der Insel Usedom geboren wurde und sich selbst als „stolzen Insulaner“ bezeichnet.

Finder war mit seinem Vater auf einem Strandspaziergang

Nach fast einer Dekade wurde die Flaschenpost nun von Clint Buffington in der Karibik gefunden. Der Musiker, der im US-Bundesstaat Utah lebt, war mit seiner Familie im Urlaub und machte mit seinem Vater einen Strandspaziergang, als ihm die Flasche ins Auge stach.

Über Social Media startete der 40-Jährige einen Aufruf und kam schließlich über einen Bericht in der Ostsee-Zeitung in den Kontakt zur Familie Wanke. Per Internet-Anruf sprachen Absender und Finder miteinander. Buffington ist so etwas wie ein Flaschenpost-Profi. Nach eigenen Angaben hat er schon weit mehr als 100 davon gefunden.

Vielleicht irgendwann wieder eine von Jörg und Cornelia Wanke. Die haben ihr nächstes Exemplar von der Heringsdorfer Seebrücke aus in die Ostsee geworfen und auf die Reise geschickt. (dpa)