Verlor über 10.000 Euro

Hohe Verluste durch Online-Betrug: 25-Jährige fiel in Tirol auf falsche Webseite herein

Eine 25-jährige Ungarin wurde Opfer eines raffinierten Online-Betrugs, bei dem sie durch vermeintliche Verdienstmöglichkeiten bei Produktbewertungen einen erheblichen finanziellen Schaden erlitt.

Innsbruck – Immer häufiger kommt es auch in Tirol zu Fällen von Cybercrime, bei denen Personen teils markante Geldsummen an Betrüger verlieren, weil sie auf Webseiten landen, die den Opfern vorgaukeln, leicht Geld verdienen zu können. Nun ist ein weiterer solcher Fall bekannt geworden. Wie die Polizei am Freitagabend berichtet, registrierte sich am 30. Juni eine 25-jährige Ungarin auf der Website „monparis-work.shop“, angelockt durch das Versprechen, Geld durch Online-Produktbewertungen zu verdienen. Über WhatsApp nahm die Frau Kontakt mit einer Person auf, die sich „Andy“ nannte und sich als angeblicher Vertreter der Firma „Monier Paris“ ausgab. Er stellte der 25-Jährigen tägliche Einnahmen zwischen 70 und 300 Euro bei nur einer Stunde Arbeitsaufwand in Aussicht.

Konto plötzlich gesperrt

Nach der Registrierung auf einer weiteren Website begann das Opfer, Produktbewertungen abzugeben. Die Vergütung für den Aufwand erfolgte dabei in Kryptowährung auf ein „Arbeitskonto“, wofür die Frau eine zusätzliche App installiert werden musste. Zu Beginn, so die Polizei, konnte die Frau sich noch einen niedrigen vierstelligen Eurobetrag auf ihr Revolut-Konto auszahlen lassen.

Achtung vor Fake-Webseiten

Auch die Webseite Watchlist Internet machte auf diesen Betrug aufmerksam. Was Geschädigte tun können, kann man hier nachlesen. Weitere Formen von Internetbetrug, die derzeit die Runden machen, findet man wiederum hier.

Im weiteren Verlauf erhielt die 25-Jährige Bewertungen für hochpreisige Produkte, die angeblich ohne zusätzliche Einzahlungen nicht abgeschlossen werden konnten. Auf Anweisung des unbekannten Täters überwies sie daraufhin einen fünfstelligen Eurobetrag von ihrem privaten Konto auf jenes sogenannte „Arbeitskonto“. Dieses zeigte zwar ein Guthaben an, wurde jedoch plötzlich gesperrt. Ein Zugriff auf das Konto ist seither nicht mehr möglich. Die 25-Jährige wurde so um über 10.000 Euro gebracht. Die Ermittlungen laufen. (TT.com)