Sinner entzauberte Alcaraz und feierte ersten Triumph in Wimbledon
Im Duell der aktuell besten Tennisspieler der Welt schlug Jannik Sinner am Sonntag gegen Carlos Alcaraz zurück. Der Südtiroler gewann 4:6,6:4,6:4,6:4 und kürte sich erstmals zum Wimbledon-Champion.
Jannik Sinner hat am Sonntag erstmals das prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt gewonnen: Der 23-jährige Italiener entthronte im Endspiel von Wimbledon den zuletzt zweifachen Champion Carlos Alcaraz und nahm auch Revanche für die schmerzhafte Finalniederlage vor fünf Wochen in Paris. Sinner gewann nach 3:04 Stunden 4:6,6:4,6:4,6:4 und holte seinen insgesamt vierten Grand-Slam-Titel. Zudem ist er der erste Italiener überhaupt, der an der Church Road triumphierte.
Sinner, der auch schon die Australian Open im vergangenen Jänner gewonnen hat, zementierte damit seine Führung in der Weltrangliste vor Alcaraz ein und liegt schon 3.430 Zähler vor dem Spanier. Alcaraz hingegen verpasste den Wimbledon-Hattrick ebenso wie den sechsten Major-Titel. Sinner kassierte einen Scheck in Höhe von 3 Millionen Pfund (3,47 Mio. Euro), Alcaraz erhielt knapp die Hälfte.
„Ich bin sehr emotional. Ich hatte eine sehr harte Niederlage in Paris“, erinnerte Sinner bei seiner Dankesrede nochmals an die vergebenen drei Matchbälle bei den French Open. Und erklärte auch, was danach geschah. „Es macht nichts aus, wie du verlierst, du musst verstehen, was du falsch gemacht hast und die Niederlage akzeptieren. Das ist einer der Gründe, warum ich diese Trophäe halte“, meinte Sinner, dessen Eltern und Bruder die Zeremonie verfolgten.
Video | Sinner stößt Alcaraz vom Thron
Mit großem Respekt gratulierte er auch Alcaraz für sein tolles Turnier und „am meisten für den Spieler, der du bist“. „Du wirst noch oft diese Trophäe gewinnen, aber du hast ja schon zwei.“ Dieser hatte sich schon zuvor an die Fans gewandt. „Es ist schwer zu verlieren, auch wenn ich im Finale gestanden bin. Jannik, du hast die Trophäe sehr verdient, ich bin wirklich glücklich für dich.“ Beide sprachen von einer guten Freundschaft abseits des Platzes und einer guten Rivalität auf dem Platz.
Alcaraz, dessen Siegesserie im 25. Match gerissen ist, bedankte sich auch explizit beim spanischen König Felipe VI. „Ich fühle mich sehr geehrt.“ (APA, TT.com)
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