Ski-Schwestern hören auf

Die Salzgebers und ihr geplatzter Traum: Abschied mit Kritik an Assinger

Zu gerne hätte Amanda Salzgeber (im Bild mit Mama Anita) auch im Weltcup ihre Spuren hinterlassen. Daraus wird nichts mehr.
© gepa/Oberländer

Noch bevor sie sich im Weltcup erste Sporen verdienen hätten können, beendeten Amanda (23) und Angelina Salzgeber (21) ihre Ski-Karrieren. Im Gespräch mit der Kronen Zeitung begründeten beide den Schritt auch mit der Person Roland Assinger und erneuerten damit die Kritik am Frauen-Cheftrainer und dem ÖSV. Die Töchter der Ex-Athleten Anita Wachter und Rainer Salzgeber beklagten etwa ein „Von-oben-herab“ in der Kommunikation und fehlende Wertschätzung.

„Es ist einfach ein Wahnsinn, dass dir dein Traum so weggenommen wird. Wie ein Mensch deine ganze Zukunft mitentscheiden kann“, sagte Angelina Salzgeber. Die Vorarlbergerin war im Frühjahr 2025 aus allen ÖSV-Kadern geflogen. Ihre nach einem Kreuzbandriss zurückkehrende Schwester hätte noch C-Kader-Status gehabt, erklärte aber intern ihren Rücktritt.

„Ich nehme das definitiv zur Kenntnis, und das ist jetzt nicht etwas Neues. Es sind jetzt einige Rücktritte passiert, ob das direkt mit der Person Assinger zu tun hat – ich wage es zu bezweifeln“, sagte Sportdirektor Mario Stecher. „Man muss sich des Ganzen annehmen und die Kultur im Verband verbessern.“

Der entsprechende Prozess sei im Laufen und werde mit Roland Assinger weitergeführt. Erst vor zweieinhalb Wochen habe es einen Workshop „mit allen Damen“ in Zauchensee gegeben, „wo man sich des Themas Kommunikation, Respekt, Wertschätzung angenommen hat“. (TT.com, APA)