International gesuchter Straftäter

Wegen Drogenhandel und Erpressung: In Tirol gesuchter 41-Jähriger in Albanien festgenommen

Nach über zwei Jahren auf der Flucht wurde der Beschuldigte von Tiroler Fahndern in Tirana aufgespürt. Dort kam es zur Festnahme.
© Policia e Shtetit

Vor über zwei Jahren flüchtete ein mutmaßlicher Schwerverbrecher aus Tirol und tauchte unter. Jetzt wurde der 41-Jährige in Albanien festgenommen.

Innsbruck, Tirana – Der lange Arm des Gesetzes – für einen 41-jährigen Beschuldigten aus Nordmazedonien keine leere Floskel. In seinem Fall reicht der Arm knapp 1000 Kilometer (Luftlinie) weit, von Innsbruck bis in die albanische Hauptstadt Tirana. Dort war der mutmaßliche Gewalttäter und Drogendealer Hauptdarsteller einer spektakulären Festnahme, die Zielfahnder des Tiroler Landeskriminalamts ermöglicht haben.

Der Auslöser für die Verhaftung liegt bereits über zwei Jahre zurück. Damals geriet der Nordmazedone in den Fokus der Tiroler Polizei. Gefährliche Drohung, schwere Erpressung, Körperverletzung und Drogenhandel lauteten die Verbrechen und Delikte, die ihm Ermittler des Landeskriminalamts vorwarfen. Doch offenbar konnte sich der Verdächtige rechtzeitig ins Ausland absetzen und sich so seiner Festnahme entziehen. Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft reagierte mit einem internationalen Haftbefehl, der auf den Namen des Beschuldigten ausgestellt war. Dennoch blieb der Mann vorerst verschollen.

Auslieferung nach Österreich

Das änderte sich, als im April 2025 Tiroler Zielfahnder – Spezialisten für das Aufspüren von Personen – die Suche mithilfe des Bundeskriminalamts aufnahmen. Die Beamten fanden heraus, dass sich der Verdächtige mittlerweile in Tirana aufhält. Das erfuhren in der Folge auch die Polizeikollegen in Albanien. Am vergangenen Freitag schlugen die Beamten zu und nahmen den 41-Jährigen in Tirana fest. Dabei beschlagnahmten die Polizisten auch eine unbekannte Menge Cannabis. Der offizielle Wohnort des 41-Jährigen war bis zuletzt in der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje.

Der Beschuldigte soll demnächst nach Österreich ausgeliefert werden. Ihm drohen bis 20 Jahre Haft. (TT)